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Wadephul: USA und Iran bereiten möglicherweise direktes Treffen in Pakistan vor
Die USA und der Iran bereiten nach Angaben von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) möglicherweise direkte Gespräche in Pakistan vor. "Nach meinen Informationen hat es indirekte Kontakte gegeben. Und man hat sich jetzt vorbereitet, sich auch direkt zu treffen", sagte Wadephul am Freitag im Deutschlandfunk. "Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden." Dies sei eine "gute Nachricht".
Es seien auch "offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht" worden, fügte Wadehpul hinzu. Er hoffe darauf, dass US-Außenminister Marco Rubio sich beim G7-Außenministertreffen nahe Paris am Freitag näher dazu äußern werde.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen über Verhandlungen mit der Führung in Teheran berichtet. Der Iran bestreitet dies. Pakistan bestätigte am Donnerstag jedoch indirekte Verhandlungen unter Vermittlung Islamabads mit Unterstützung der Türkei, Ägyptens und weiterer "Bruderstaaten".
Der Iran-Krieg ist ein Schwerpunkt bei den Beratungen der G7-Außenminister nahe Paris. Rubio war am Freitagmorgen am Tagungsort eingetroffen, er nahm nur am zweiten Tag des Treffens teil. Er wolle in den Gesprächen mit seinem US-Kollegen "etwas zu erfahren über die Vorgehensweise und die Interessenlage der USA", sagte Wadephul mit Blick auf den Iran-Krieg. Wadephul schloss nicht aus, dass Deutschland sich auch an Gesprächen mit dem Iran beteiligen könnte. Grundsätzlich sei ein "vielstimmiger Chor" aber nicht hilfreich.
Zunächst gehe es darum, "zu einer gemeinsamen Position mit den USA zu kommen". Im deutschen Interesse sei es zudem, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs, etwa auf die Energiepreise, zu begrenzen. Die Erhöhung der Spritpreise lasse sich letztlich nicht durch gesetzliche Regeln begrenzen, sondern durch ein Ende des Konflikts.
Die jüngste Kritik der USA an den europäischen Verbündeten nannte Wadephul "irritierend". Die USA hätten Deutschland bislang auch noch nicht konkret um Hilfe gebeten. Er bekräftigte, dass Deutschland "prinzipiell bereit (sei), darüber nachzudenken, ob wir bei der Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen können".
Für Rubio ist es seine erste Auslandsreise seit Beginn des Iran-Kriegs. Er trifft in Cernay-la-Ville mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen aus Deutschland, Frankreich, Kanada, Großbritannien, Japan und Italien zusammen. Am Vortag hatten mehrere von ihnen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg gedrängt.
Trump hatte am Donnerstag unter Verweis auf Verhandlungen mit Teheran erneut sein Ultimatum an den Iran verschoben. Auf Bitten der iranischen Regierung verschiebe er die "Zerstörung der Energieanlagen" bis zum 6. April, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Frankreich, das derzeit den rotierenden G7-Vorsitz innehat, hat zu dem Treffen auch die Außenminister von Indien, Brasilien, Saudi-Arabien und der Ukraine eingeladen. Eine gemeinsame Abschlusserklärung ist nicht geplant.
N.Mitchell--AT