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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zieht für sich Schlüsse aus Hagel-Niederlage
Nach der hauchdünnen Niederlage von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg will Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Schlüsse für seinen eigenen Wahlkampf ziehen. Schulze sagte der Zeitung "Welt" am Montag, der Sieg des populären Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir zeige eine Personalisierung. "Am Ende kommt es vor allem auf den Spitzenkandidaten an – immer weniger auf Programme und Parteien."
Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. In den Umfragen liegt die AfD dort deutlich vor der CDU. Schulze sagte der "Welt", "wie wir in Baden-Württemberg gesehen haben, sind die Spitzenkandidaten entscheidend, daher wird der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt stark auf mich zugeschnitten sein." Als Ministerpräsident habe er die Möglichkeit, durch seine Regierungsarbeit zu zeigen, wie er sich die Zukunft seines Landes vorstelle, sagte der Ende Januar zum Nachfolger von Reiner Haseloff (CDU) gewählte Ministerpräsident.
Schulze sagte, er hoffe auf mehr Rückenwind aus Berlin. Die Union habe zuletzt leicht zugelegt. "Aber das muss in den nächsten Monaten noch deutlich stärker werden." In Sachsen-Anhalt wolle er ein deutliches bürgerlich-konservatives Profil zeigen.
H.Romero--AT