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Parteitag in Nordkorea: Machthaber Kim als Generalsekretär wiedergewählt
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag seiner Arbeiterpartei als Generalsekretär wiedergewählt worden. Die Entscheidung sei am Sonntag "entsprechend dem unerschütterlichen Willen und dem einhelligen Wunsch aller Delegierten" getroffen worden, berichtete die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Unter Kims Führung sei "die Kriegsabschreckung des Landes mit den Atomstreitkräften als ihrem Kern radikal verbessert worden".
Nordkorea leidet seit Jahren stark unter den internationalen Sanktionen, denen es wegen seines Atomwaffenprogramms unterliegt. Nahrungsmittelknappheit ist in dem ostasiatischen Land ein chronisches Problem. Schon beim Parteitag vor fünf Jahren hatte Kim das seltene Eingeständnis gemacht, dass es in "fast allen Bereichen" der nordkoreanischen Wirtschaft zu Fehlentwicklungen gekommen sei.
Zu Konzessionen bei seinem Atomwaffenprogramm ist Kim aber weiterhin nicht bereit. Schon im Vorfeld des diesjährigen Parteitags hatte er angekündigt, dass im Verlaufe der Versammlung die nächste Phase des Atomprogramms präsentiert werden solle.
Seit dem Parteitag von 2021 hat Nordkorea wiederholt Raketentests vorgenommen. Zudem ist Nordkorea zu einem der wichtigsten Unterstützer Russlands in dessen seit fast vier Jahren andauerndem Angriffskrieg gegen die Ukraine geworden. Nordkoreanische Soldaten kämpfen in der Ukraine auf der Seite der russischen Armee.
Zum neunten Parteitag der Arbeiterpartei versammelten sich tausende Führungskader im Haus der Kultur in der Hauptstadt Pjöngjang. Kim war am Donnerstag von den Delegierten mit rauschendem Beifall begrüßt worden. In seiner Eröffnungsrede sagte der Machthaber, Nordkorea habe "in unumkehrbarer Weise seinen Status auf der internationalen Bühne gefestigt". Zugleich nannte er eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Bevölkerung des Landes als Priorität.
Im vergangenen September hatte Kim in Peking an der Seite des chinesischen Staatschefs Xi Jinping und von Russlands Präsident Wladimir Putin an der großen Militärparade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs teilgenommen. China ist ein traditioneller Unterstützer Nordkoreas.
H.Thompson--AT