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Trump droht Iran mit "schlimmen Dingen" - Netanjahu gibt sich entschlossen
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran für den Fall eines Scheiterns der derzeit laufenden Verhandlungen erneut gedroht. "Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass es nicht einfach ist, ein sinnvolles Abkommen mit dem Iran zu schließen. Wir müssen ein sinnvolles Abkommen schließen, sonst passieren schlimme Dinge", sagte Trump bei der Auftaktsitzung des von ihm ins Leben gerufenen sogenannten Friedensrats.
Washington werde möglicherweise "einen Schritt weiter gehen müssen", falls keine Einigung mit Teheran erzielt werde, sagte Trump und ergänzte: "Sie werden es wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden."
Kurz zuvor hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu dem Iran für den Fall eines Angriffs gegen Israel mit einer entschlossenen Antwort gedroht. Wenn die Iraner "den Fehler machen, uns anzugreifen, werden sie mit einer Antwort konfrontiert sein, die sie sich nicht einmal vorstellen können", sagte Netanjahu am Donnerstag bei einer im Fernsehen übertragenen Ansprache bei einer Militärzeremonie.
Die USA hatten zuletzt ihre Militärpräsenz in der Golfregion massiv verstärkt. Trump drohte dem Iran bereits mehrfach mit einem Militäreinsatz. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte am Mittwoch in Washington, es gebe "viele Gründe und Argumente" für einen Angriff auf den Iran. "Der Iran wäre sehr gut beraten, ein Abkommen zu schließen", fügte sie mit Blick auf die im Februar wieder aufgenommenen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm hinzu.
Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das Programm wieder aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden. Die derzeitigen Verhandlungen sind die ersten seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni vergangenen Jahres. Die USA hatten an der Seite Israels in den Krieg eingegriffen und mehrere Atomanlagen im Iran bombardiert.
Bei der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats unter dem Vorsitz Trumps nahmen am Donnerstag rund zwei Dutzend Staats- und Regierungschefs und hochrangige Vertreter teil. Im Mittelpunkt stand die Situation im Gazastreifen.
Mit Blick auf das Palästinensergebiet sagte Israels Regierungschef Netanjahu in seiner Fernsehansprache, dass es keinen Wiederaufbau des Gebiets geben werde, bevor die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas entwaffnet sei. Dies sei mit den USA vereinbart worden, fügte Netanjahu an.
Seit dem 10. Oktober vergangenen Jahres gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die mit ihren Massakern in Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor. Israel pocht auf eine Entwaffnung der Hamas und die Zerstörung des von den Islamisten genutzten Tunnelsystems in dem Palästinensergebiet. Die Hamas selbst lehnt eine Entwaffnung strikt ab.
H.Thompson--AT