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US-Präsident Trump zum Auftakt seiner Asien-Reise in Malaysia gelandet
US-Präsident Donald Trump ist anlässlich seines ersten Asien-Besuchs seit Beginn seiner zweiten Amtszeit in Malaysia eingetroffen. Am Sonntag landete die Präsidentenmaschine Air Force One in der Hauptstadt Kuala Lumpur, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Zum Auftakt seiner mehrtägigen Reise wird der US-Präsident an einem Gipfeltreffen der Vereinigung südostasiatischer Staaten (Asean) teilnehmen und der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Thailand und Kambodscha beiwohnen. Auf dem Programm stehen außerdem zahlreiche Treffen mit Staats- und Regierungschefs, insbesondere ein Gespräch mit Chinas Staatschef Xi Jinping über den US-chinesischen Handelskonflikt.
Bereits auf dem Weg nach Asien absolvierte der US-Präsident weitere diplomatische Treffen: Bei einem Tankstopp auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar gingen der Emir des Golfemirats, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, und Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman al-Thani, an Bord der Präsidentenmaschine. Den Ministerpräsidenten Abdulrahman al-Thani würdigte Trump dabei als seinen "Freund der Welt".
Unmittelbar nach der Landung in Malaysia stand die vorverlegte Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Thailand und Kambodscha auf dem Programm. Die beiden Nachbarstaaten hatten sich Ende Juli nach mehrtägigen Kämpfen unter US-Vermittlung auf eine Waffenruhe geeinigt. "Wir werden das Friedensabkommen unmittelbar nach unserer Ankunft unterzeichnen", gab Trump noch während des Fluges in seinem Onlinedienst Truth Social bekannt. Thailands Regierungschef Anutin Charnvirakul habe aufgrund des Todes der früheren Königin des Landes, Sirikit, um eine Vorverlegung der Unterzeichnung gebeten, erklärte Trump.
Darauf folgend am Sonntag wird der US-Präsidenten am Gipfel der Asean-Staaten teilnehmen. Kurz vor Trumps Landung in Malaysia war der Inselstaat Osttimor dem Staatenbund Asean als elftes Mitglied beigetreten. Am Rande des Gipfels will Trump zudem ein Handelsabkommen mit Malaysia schließen, begleitet wird er von seinem Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Auf dem Gipfel könnte er außerdem mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zusammenkommen.
Im weiteren Verlauf von Trumps Asien-Reise dürfte insbesondere der Handelskonflikt mit Peking eine große Rolle spielen: Die Spannungen zwischen den USA und China hatten nach Trumps Amtsantritt im Januar stark zugenommen. Die Länder überzogen sich gegenseitig mit Zöllen und Handelsbeschränkungen.
Der US-Präsident äußerte sich zuvor jedoch zuversichtlich. "Ich denke, wir haben eine wirklich gute Chance, einen wirklich umfassenden Deal zu erzielen", sagte Trump vor Journalisten auf die Frage, was er sich von den bevorstehenden Gesprächen erhoffe.
In Kuala Lumpur waren am Samstag bereits Delegationen unter Leitung von US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-Regierungschef He Lifeng zu vorbereitenden Gesprächen zusammen. Die "sehr konstruktiven" Diskussionen sollen am Sonntag in Kuala Lumpur fortgesetzt werden.
Nach einem Besuch in Tokio bei Japans neuer Regierungschefin Sanae Takaichi am Montag wird Trump am Mittwoch in Südkorea erwartet, wo der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) stattfindet. Dort soll es am Donnerstag zu der ersten persönlichen Begegnung mit Chinas Präsident Xi Jinping seit Trumps erneutem Amtsantritt im Januar kommen.
Er hoffe auf ein "sehr gutes Treffen" mit Xi, sagte Trump an Bord seiner Regierungsmaschine. Er rechne damit, dass China einem "Deal" zustimmen werde, um weitere 100-Prozent-Zollaufschläge zu vermeiden, die für den 1. November angekündigt waren. Die USA und China streiten sich zudem um die vom chinesischem Bytedance-Konzern gehaltene Videoplattform Tiktok. Trump hatte gefordert, dass Tiktok mehrheitlich von US-Investoren übernommen wird, eine Frist für den Verkauf aber zuletzt erneut verlängert.
Der US-Präsident zeigte sich außerdem dafür offen, während seiner Asien-Reise Nordkoreas Machthaber Kim zu treffen. Auf die Frage, ob ein Treffen möglich sei, sagte der US-Präsident am Freitag: "Ich würde gerne, er weiß, dass wir dorthin kommen." Der US-Präsident bezeichnete Nordkorea zudem als "eine Art Atommacht".
M.Robinson--AT