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USA schicken Flugzeugträger in die Karibik und schüren Kriegsängste
Die USA haben mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes in der Karibik Befürchtungen vor einem Krieg verstärkt: Ein Flugzeugträger der US-Marine sowie mehrere Begleitschiffe seien in die Karibik entsandt worden, um "die bestehenden Fähigkeiten zur Bekämpfung des Drogenhandels" und zur Zerschlagung internationaler krimineller Organisationen zu erweitern, erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell am Freitag. Vor einigen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump Kriegsschiffe in die Karibik entsandt, die nach seinen Angaben den Drogenschmuggel bekämpfen sollen.
Der US-Militäreinsatz in der Karibik hat seitdem insbesondere die Spannungen zwischen den USA und Venezuela erheblich verschärft. Trump wirft dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro vor, Drogenbanden zu kontrollieren.
Caracas warnte nun angesichts der erhöhten US-Militärpräsenz in der Karibik vor den Vorbereitungen eines Staatsstreichs. "Wir sind ein freies Land", sagte Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino im Staatsfernsehen. "Die Streitkräfte hier werden keine Regierung zulassen, die den Interessen der Vereinigten Staaten unterworfen ist."
Angesichts der Entsendung von US-Kriegsschiffen in die Karibik warnte auch Brasilien vor negativen Auswirkungen auf ganz Südamerika. Eine "Intervention von außen" könne nicht akzeptiert werden, da dies "immense Ressentiments auslösen würde", die "ganz Südamerika in Aufruhr versetzen" könnten, erklärte der hochrangige brasilianische Regierungsberater Celso Amorim gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth von erneuten Angriffen auf angebliche Drogenschmuggelboote in der Karibik in der Nacht zum Freitag berichtet. Der nächtliche Angriff auf Anweisung von Präsident Donald Trump habe der aus Venezuela stammenden Drogenbande Tren de Aragua gegolten.
Damit steigt die Zahl der US-Angriffe in der Karibik und im Ostpazifik auf zehn, mindestens 43 Menschen wurden nach Angaben aus Washington bisher getötet. Trumps Regierung wirft Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die USA aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuela spricht dagegen von illegalen "Hinrichtungen". Kolumbien hatte den USA kürzlich vorgeworfen, einen unschuldigen Fischer getötet zu haben. Auch Völkerrechtler zweifeln die Rechtmäßigkeit des US-Vorgehens an.
Washington hat bislang keine Beweise dafür vorgelegt, dass es sich bei Zielen der Angriffe tatsächlich um Boote von Drogenschmugglern handelt. Kritikern zufolge sind die Angriffe illegal - selbst wenn sie sich tatsächlich gegen Drogenhändler richten würden.
K.Hill--AT