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Bericht kritisiert Vorgehen berittener US-Grenzschützer gegen Migranten
Berittene US-Grenzschützer haben sich einem internen Untersuchungsbericht zufolge im vergangenen September gegenüber haitianischen Migranten an der Grenze zu Mexiko "unprofessionell" und "beleidigend" verhalten. Der am Freitag veröffentlichte Bericht listet das Fehlverhalten mehrerer Beamter auf, spricht sie jedoch vom Vorwurf der unangemessenen Gewalt weitgehend frei: Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Grenzbeamten Migranten mit ihren Zügeln geschlagen hätten, heißt es.
Ein Beamter habe "verunglimpfende und beleidigende Kommentare über die nationale Herkunft und das Geschlecht eines Migranten gebrüllt", sagte der Chef der Grenzpolizei, Chris Magnus, bei der Vorstellung des Berichts. "Derselbe Beamte hat auf gefährliche Weise gehandelt, indem er sein Pferd zwang, eng um ein kleines Kind herum zu manövrieren."
Fotos und Videos vom Einsatz berittener Grenzschützer nahe der texanischen Stadt Del Rio an der Grenze zu Mexiko hatten im September 2021 für Empörung gesorgt. Zu sehen war unter anderem, wie ein Polizist vom Pferd aus einen Haitianer an seinem T-Shirt packt. Auf anderen Bildern wirkt es so, als würden Polizisten drohend ihre langen Zügel schwingen.
Videos, Fotos und Augenzeugenberichte der Vorfälle seien "sorgfältig" ausgewertet worden, sagte Magnus. Der anfängliche Eindruck, dass Migranten mit Zügeln geschlagen wurden, habe sich nicht bestätigt. Die Untersuchung kam demnach aber zu dem Schluss, dass "Pferdepatrouilleneinheiten eingesetzt wurden, die nicht über eine angemessene Ausbildung, Aufsicht und Koordination verfügten".
Die US-Regierung war angesichts der dramatischen Bilder unter Druck geraten. Präsident Joe Biden zeigte sich "empört" und kündigte "Konsequenzen" für beteiligte Polizisten an. Magnus sagte, es sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.
Ch.Campbell--AT