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Austausch beim Angeln: Vance und Lammy zu Gesprächen in Südengland zusammengetroffen
Diplomatischer Austausch unter Freunden: Zum Auftakt seines Urlaubs in Großbritannien ist US-Vizepräsident JD Vance mit dem britischen Außenminister David Lammy zu Gesprächen im südostenglischen Kent zusammengetroffen. Lammy empfing Vance am Freitag auf dem Landsitz Chevening House, wo die beiden Politiker zunächst an einem Karpfenteich angeln gingen, bevor sie sich den großen Themen der Weltpolitik zuwandten. Dazu gehörten der Krieg im Gazastreifen und der Krieg in der Ukraine.
Die USA hätten "keine Pläne", dem Beispiel Großbritanniens zu folgen und einen unabhängigen Palästinenserstaat anzuerkennen, sagte Vance zu Beginn des Treffens. "Ich weiß nicht, was es bedeuten würde, einen Palästinenserstaat wirklich anzuerkennen, da es dort keine funktionierende Regierung gibt", betonte der Republikaner, der kürzlich von Trump als möglicher Nachfolger für die Präsidentschaftswahl 2028 ins Spiel gebracht worden war.
Er gehe davon aus, dass Trump "irgendwann gegenüber den Medien seine Reaktion" auf Israels Plan zur Übernahme der "militärischen Kontrolle" über die Stadt Gaza darlegen werde, sagte Vance weiter. Washingtons Ziele seien "ganz klar": "Wir wollen erreichen, dass die Hamas keine unschuldigen Menschen angreifen kann", sagte er mit Blick auf die islamistische Palästinenserorganisation, die den Krieg im Gazastreifen mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst hatte. "Wir wollen die humanitären Probleme in Gaza lösen."
Neben der Entwicklung in Nahost besprachen die beiden Männer auch den seit dreieinhalb Jahren andauernden Krieg in der Ukraine im Vorfeld eines möglichen Gipfeltreffens zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der kommenden Woche.
Trotz ihrer unterschiedlichen politischen Ausrichtung verbindet Vance und Lammy ein herzliches Verhältnis. Der Labour-Politiker sei ein "guter Freund" geworden, sagte Vance. Allerdings könnten seine drei Kinder besser angeln als der britische Außenminister, scherzte er.
Der US-Vizepräsident und seine Familie verbringen nach Angaben des britischen Außenministeriums auch noch das Wochenende in Chevening House. Britischen Medien zufolge werden sie anschließend in die Region Cotswolds im Westen Englands weiterreisen. Auch ein Besuch in Schottland steht demnach auf dem Programm.
N.Walker--AT