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Zwei Tote bei israelischem Angriff auf einzige katholische Kirche des Gazastreifens
Bei einem Luftangriff der israelischen Streitkräfte auf die einzige katholische Kirche des Gazastreifens sind zwei Menschen getötet worden. "Die Kirche der Heiligen Familie in der Stadt Gaza wurde heute Morgen von einem Angriff getroffen", erklärte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem am Donnerstag. Dabei seien zwei Menschen ums Leben gekommen. Auch laut der von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde wurden zwei Menschen bei dem Angriff getötet.
Weitere Menschen wurden nach Angaben des Lateinischen Patriarchats verletzt, darunter Priester Gabriel Romanelli. Die Kirche sei beschädigt worden.
Die israelische Armee erklärte daraufhin, dass sie "niemals" auf religiöse Stätten ziele. Sie werde den Vorfall untersuchen.
Rund 1000 Menschen der mehr als zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens sind Christen. Die meisten von ihnen sind orthodox, doch nach Angaben des Lateinischen Patriarchats leben rund 135 Katholiken in dem palästinensischen Küstenstreifen.
Seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 hatten Mitglieder der katholischen Gemeinde auf dem Gelände der Kirche der Heiligen Familie in der Stadt Gaza Zuflucht gesucht.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte den Angriff: "Kein militärisches Vorgehen kann ein solches Verhalten rechtfertigen", erklärte Meloni im Onlinedienst X. Der verstorbene Papst Franziskus habe in regelmäßigem Austausch mit der Pfarrei der Kirche der Heiligen Familie gestanden.
Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1210 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Geiseln von den Islamisten festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach Armeeangaben tot.
Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 58.500 Menschen getötet.
K.Hill--AT