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Trump: Habe trotz Enttäuschung noch nicht völlig mit Putin abgeschlossen
Vor dem Hintergrund seiner wachsenden Kritik an Russlands Vorgehen im Ukraine-Krieg hat sich US-Präsident Donald Trump "enttäuscht" über Kreml-Chef Wladimir Putin gezeigt. "Aber ich habe noch nicht völlig mit ihm abgeschlossen", fügte Trump in einen am Dienstag veröffentlichten Interview mit der britischen BBC hinzu. Auf die Frage, ob er Putin vertraue, sagte der US-Präsident: "Ich vertraue fast niemandem." Trump hatte Putin am Vortag eine 50-Tage-Frist zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gesetzt.
"Wir sind sehr, sehr unzufrieden" mit Russland, hatte Trump am Montag bei dem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus gesagt. Wenn es in 50 Tagen keinen "Deal" über einen Frieden in der Ukraine gebe, würden die USA "Zölle in Höhe von etwa 100 Prozent" verhängen. Laut Trump handelt es sich um sogenannte Sekundärsanktionen. Sie sollen sich gegen Länder wie China, Indien und Brasilien richten, die weiter billiges Öl und Gas von Russland kaufen.
Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde den Ukraine-Krieg als Präsident innerhalb von 24 Stunden beenden. Nach seinem Amtsantritt im Januar hatte er sich Putin zunächst angenähert, nach den schwersten Luftangriffen Moskaus auf die Ukraine äußerte Trump jedoch zunehmend Kritik am Kreml-Chef.
Das sei auch First Lady Melania Trump zu verdanken, sagte Trump. Er habe seiner Frau von einem "wundervollen Gespräch" mit Putin berichtet, schilderte der US-Präsident. "Und dann hat sie gesagt, 'oh wirklich? Gerade wurde wieder eine (ukrainische) Stadt bombardiert.'" Er würde Putin nicht als "Mörder" bezeichnen, "aber er ist ein harter Kerl", sagte Trump.
W.Moreno--AT