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Radikalisierung: Auch in Mecklenburg-Vorpommern neue Szene junger Rechtsextremer
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) hat vor einer rasanten Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen gewarnt. "Was wir derzeit beobachten, ist eine neue, beunruhigende Szene sehr junger Rechtsextremer", erklärte Pegel am Donnerstag zur Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichts in Schwerin. Diese Gruppen agierten "extrem digital, ideologisch radikalisiert und mit wachsender Gewaltbereitschaft".
"Das Gift wird längst in den Köpfen verteilt – über Likes, Memes und digitale Hetze", warnte Pegel. "Unsere Demokratie stirbt nicht mit einem Knall, sondern mit einem Klick, wenn wir nicht entschieden gegensteuern." Zudem gebe es an vielen Orten des Bundeslands kleine Gruppen von Jugendlichen ähnlich wie die "Skinheadkultur" der 90er Jahre.
Insgesamt stieg die politisch motivierte Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern laut Verfassungsschutzbericht 2024 im Vergleich zum Vorjahr um fast 75 Prozent auf 3317 Straftaten, was demnach ein historischer Höchststand ist. 2184 der Delikte waren rechtsextremistisch motiviert (plus 59 Prozent). 361 Fälle entfielen auf den linksextremen Bereich (plus 115 Prozent).
Pegel sprach von einem "Weckruf" für Politik, Sicherheitsbehörden und die Zivilgesellschaft. Ähnliche Tendenzen wie in dem nördlichen Bundesland zeichneten sich zuletzt auch in anderen Bundesländern ab.
R.Lee--AT