-
Chancenlos gegen Kanada: DEB-Frauen im Viertelfinale raus
-
250.000 fordern in München Machtwechsel im Iran - Schah-Sohn will Übergang anführen
-
Europäische Staaten: Nawalny in russischem Straflager mit Froschgift getötet
-
Dank Kane-Doppelpack: Bayern siegt locker in Bremen
-
Rieras Heim-Premiere glückt: Frankfurt gewinnt Krisenduell
-
Pahlavi bei Kundgebung in München: Möchte "Übergang" im Iran anführen
-
Merz will Alkoholausschank auf CDU-Parteitag einschränken
-
Pistorius wirft USA schädigendes Verhalten gegenüber der Nato vor
-
Schleswig-Holstein: Früherer Kieler Oberbürgermeister Kämpfer ist neuer SPD-Landeschef
-
Pistorius wirft USA Beschädigung der Nato vor
-
Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift
-
Sprint: Preuß verpasst Medaille bei Kirkeeide-Sieg
-
Rund 200.000 Menschen demonstrieren in München gegen iranische Regierung
-
Selenskyj beklagt langsame Rüstungslieferungen - Zwei Tote bei russischen Angriffen
-
"FIS-Versagen": Finnland-Protest gegen Norwegen und Kläbo
-
Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe
-
200.000 Teilnehmer bei Großdemonstration gegen iranische Regierung in München
-
Platz zwei: Hannover siegt im Verfolgerduell
-
Darmstadt droht Verlust der Tabellenführung
-
Braathen holt erstes Winter-Gold für Brasilien
-
Rückschlag für Draisaitl und Co.: DEB-Team unterliegt Lettland
-
Wadephul: Rubios Rede unterstreicht "gemeinsame Basis zwischen den USA und Europa"
-
80.000 Menschen bei Demonstration gegen iranische Regierung in München
-
Tot aufgefundene Frau: Ehemann als Tatverdächtiger festgenommen
-
Samsunspor trennt sich von Trainer Reis - Fink kommt
-
Olympische Winterspiele in Italien: Bereits 10.000 Kondome ausgegeben
-
"Spiegel": Europäische Staaten finden Nachweis für Vergiftung Nawalnys
-
Rechnungshof-Präsident kritisiert Regierung: Ineffizienz und "Staatsversagen"
-
Nach Gimmler-Einbruch: Langlauf-Staffel ohne Medaille
-
Grüne und Verbände warnen Reiche vor einem Abwürgen der Energiewende
-
Selenskyj: Lieferungen für ukrainische Luftverteidigung kommen "in letzter Minute"
-
Schah-Sohn Reza Pahlavi bittet Trump um "Hilfe" für iranische Bevölkerung
-
Großbritannien entsendet Flugzeugträgerverband in den Nordatlantik
-
Oberster Gerichtshof Chinas zu autonomem Fahren: Mensch hat die Verantwortung
-
Rubio: USA wollen "starkes" Europa als Verbündeten
-
Von der Leyen: Europa muss Verantwortung für eigene Sicherheit übernehmen
-
5,8 Prozent mehr Geld für Länderbeschäftigte – Verdi: Ost-Tarifangleichung erreicht
-
Brasilien winkt erstes Gold bei Winterspielen
-
Chinas Außenminister fordert Wiederbelebung der UNO
-
Kulturstaatsminister Weimer bereitet Gesetz zur Rückgabe von Raubgut vor
-
"Bild": Ausgaben für Bürgergeld 2024 auf 57,1 Milliarden Euro gestiegen
-
Rubio: UNO spielt bei Lösung internationaler Konflikte "praktisch keine Rolle"
-
Rubio: USA wollen ein "starkes" Europa
-
Tarifeinigung: 5,8 Prozent mehr Geld für Länderbeschäftigte
-
Nach Olympia-Aus: Heraskewytsch erhält Orden von Selenskyj
-
Warken will Gesundheitssystem auf Verteidigungsszenarien vorbereiten
-
In zwei Wochen "genauso positiv"? Kehl will Ruhe bewahren
-
Trotz Medaillen: Alkoholverbot bei Jungk und Grotheer
-
"Satz mit X": Biathleten frustriert nach Olympia-Dämpfer
-
Lochner: "Kann mich nur selbst schlagen"
Pro Asyl weist Vorwürfe aus CSU zurück und mahnt zu rechtsstaatlichem Handeln
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat Vorwürfe aus der CSU scharf widersprochen, mit denen insbesondere CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sie in die Nähe eines "Schleusertums" rückte. "Wir helfen Flüchtlingen, ihre Rechte durchzusetzen – wenn deutsche Behörden sehenden Auges Recht brechen", erklärte Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp dazu in Berlin.
Kopp wies darauf hin, es gehöre zu den Aufgaben von Pro Asyl, auf "Missstände und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen". Dies gelte sowohl an den europäischen Außengrenzen wie auch innerhalb Deutschlands. "Mit unserem Rechtshilfefonds unterstützen wir Betroffene dabei, in Klageverfahren ihre Rechte zu wahren", erklärte Kopp weiter.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist die erfolgreiche Klage von drei Geflüchteten aus Somalia gegen ihre Zurückweisung an der deutsch-polnischen Grenze. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte dazu in einem Eilverfahren entschieden, dass die Zurückweisung rechtswidrig war und in Deutschland geprüft werden müsse, ob und gegebenenfalls welches andere EU-Land für ihr Asylbegehren zuständig ist. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach anschließend von einer Einzelfallentscheidung und kündigte an, an den Zurückweisungen festhalten zu wollen.
Pro Asyl hat die Klage der drei Asylsuchenden aus Somalia unterstützt. Kopp sprach - ähnlich wie zuvor auch Politikerinnen und Politiker der SPD sowie von Grünen und Linken - anders als Dobrindt von einer Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung. So habe das Gericht festgestellt, dass "Zurückweisungen von Asylsuchenden an einer EU-Binnengrenze europarechtswidrig sind" und auch keine "Notlage" bestehe, die ein solches Handeln rechtfertigen könnte.
"Statt die offensichtlichen Rechtsbrüche zu beenden, werden Richter*innen bedroht, menschenrechtliche Arbeit diffamiert und verleumdet", erklärte Kopp dazu weiter. Pro Asyl werde sich diesem Druck jedoch nicht beugen, sondern sich weiterhin "gegen jede Form von Ungerechtigkeit einsetzen".
Kopp nannte es "für unseren Rechtsstaat höchst alarmierend, dass die Bundesregierung trotz der Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin weiterhin sehenden Auges Recht brechen will". Er forderte "ein Ende der rechtswidrigen Zurückweisungen von Asylsuchenden an den deutschen Binnengrenzen" und "eine Rückkehr zu Recht und Gesetz" sowie "zu einem zivilen, faktenbasierten Diskurs".
CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sagte dagegen der "Bild am Sonntag", Pro Asyl handele wie eine Organisation "Pro Schleusertum". Dabei würde die Organisation Geflüchteten "Anleitungen zum Asyl-Betrug geben. "All das sollte von der Staatsanwaltschaft mal genauer unter die Lupe genommen werden." forderte er. Der Chef der Bundespolizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, stellte der Zeitung zufolge im Fall der drei Somalierinnen und Somalier Strafanzeige wegen Schleusung und Urkundenfälschung.
Hoffmann hatte zuvor in der "Augsburger Allgemeinen" auf Unstimmigkeiten bei den Einreiseversuchen der drei somalischen Geflüchteten hingewiesen. So sei die einzige Frau in der Gruppe zunächst als Volljährige aufgetreten, später dann aber als Minderjährige. Die Geflüchteten hätten außerdem neue Handys mitgeführt, wodurch sich ihre Fluchtroute nicht nachverfolgen ließ und Ausweisdokumente hätten Fälschungsmerkmale aufgewiesen. Er legte nahe, dass Pro Asyl daran beteiligt gewesen sein könnte.
Kopp sagte dazu der Zeitung, die Anschuldigungen Hoffmanns gegen seine Organisation hätten "nichts mit den Fakten zu tun". Es seien "falsche Unterstellungen", dass seine Organisation Menschen empfehlen würde, ihre Ausweise zu entsorgen oder neue Handys anzuschaffen. Solche Behauptungen seien lediglich der Versuch, die Arbeit von Pro Asyl anzugreifen. "Auch Geflüchtete haben ein Recht darauf, vor Gericht zu ziehen und angemessen vertreten zu werden", stellte er Kopp weiter klar.
R.Lee--AT