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Hamas-Behörden: Erneut Tote bei israelischen Schüssen in der Nähe von Hilfszentrum
Im Gazastreifen haben israelische Soldaten nach Angaben der Hamas-Behörden erneut das Feuer in der Nähe eines Hilfszentrums eröffnet. Dadurch seien "sechs Menschen getötet und weitere verletzt" worden, sagte der Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Vorfall habe sich an einem Kreisverkehr in der Nähe von Rafah im Süden des Gazastreifens ereignet. Dort versammeln sich fast jeden Morgen zahlreiche Palästinenser, um zu einem Verteilzentrum der GHF-Stiftung zu gelangen.
Tausende Menschen hätten sich am Samstagmorgen in der Nähe des Kreisverkehrs versammelt, berichtete der Augenzeuge Samir Abu Hadid. "Als einige Menschen versuchten, in Richtung des Hilfszentrums vorzudringen, eröffneten die israelischen Besatzungstruppen aus gepanzerten Fahrzeugen in der Nähe des Zentrums das Feuer", sagte er. "Sie schossen in die Luft und dann auf Zivilisten." Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, dass sie den Vorfall untersuche.
Die von den USA und Israel unterstützte GHF hatte am 26. Mai ihre Arbeit im Gazastreifen aufgenommen und eröffnete vier Ausgabezentren im Süden und im Zentrum des Palästinensergebiets. Die UNO und große Hilfsorganisationen verweigern jedoch die Kooperation mit der Stiftung, der sie vorwerfen, sich nach den Plänen der israelischen Armee auszurichten.
An den Verteilzentren kommt es immer wieder zu Chaos und Gewalt. Die Hamas beschuldigt Israel, dutzende Zivilisten durch Schüsse getötet zu haben, was Israel zurückweist.
N.Walker--AT