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AfD Baden-Württemberg wählt Landeschef Frohnmaier zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
Die AfD in Baden-Württemberg hat ihren Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 8. März gewählt. Auf einem Landesparteitag am Samstag in Heilbronn stimmten fast alle der rund 390 Delegierten für Frohnmaier, wie ein Parteisprecher sagte. Der 34-Jährige erhielt demnach nur eine Gegenstimme. Die Wahl der Landesliste soll zunächst am Sonntag, dann am 21. und 22. Juni ebenfalls in Heilbronn sowie am 26. und 27. Juli in Hechingen fortgesetzt werden.
Frohnmaier ist seit 2022 Kovorsitzender des Landesverbands. 2017 zog er zum ersten Mal in den Bundestag ein. Seit diesem Jahr ist er stellvertretender Bundestagsfraktionsvorsitzender. Der Mitbegründer der mittlerweile aufgelösten Jungen Alternative in Baden-Württemberg, der als Vertrauter von AfD-Bundeschefin Alice Weidel gilt, wird dem Rechtsaußenspektrum der AfD zugerechnet.
Neben der AfD bestimmten bereits die CDU und die Grünen ihre Spitzenkandidaten für die Landtagswahl. Die CDU wählte vor zwei Wochen in Stuttgart ihren Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel auf den ersten Platz der Landesliste. Die Grünen wählten am vergangenen Wochenende den früheren Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zu ihrem Spitzenkandidaten.
Der derzeitige Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kandidiert nicht mehr. 2011 wurde er zum ersten und bisher einzigen Grünen-Ministerpräsidenten in Deutschland gewählt und ist seitdem an der Macht. Vorher regierte die CDU fast 60 Jahre lang.
Die SPD will ihre Landesliste am 5. Juli in Fellbach wählen. Für den Tag plant auch die FDP in Pforzheim ihre Wahlen. Die Linke folgt am 19. Oktober in Leinfelden-Echterdingen. Ein Termin des BSW ist bislang nicht bekannt.
Umfragen zufolge könnte die CDU die Landtagswahl deutlich vor den Grünen gewinnen. Eine aktuelle Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Südwestrundfunk vom Mai sieht die Partei mit 31 Prozent auf dem ersten Platz vor den Grünen mit 20 Prozent.
Auf den dritten Platz käme die AfD mit 19 Prozent vor der SPD mit zehn Prozent. Mit sieben beziehungsweise fünf Prozent wären die Linke und die FDP ebenfalls im Landtag vertreten. Das BSW würde mit vier Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern.
E.Rodriguez--AT