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40 Jahre nach Heysel-Katastrophe: Fans gedenken in Brüssel der Toten
40 Jahre nach der Stadionkatastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion haben Fußballfans und Behördenvertreter der dutzenden Todesopfer gedacht. Wie ein AFP-Journalist berichtete, nahmen am Donnerstag rund 200 Menschen an der Zeremonie in der belgischen Hauptstadt teil, darunter die Botschafter Italiens und Großbritanniens sowie zahlreiche Anhänger des italienischen Fußballklubs Juventus Turin.
Bei der Heysel-Katastrophe waren 1985 vor dem Europapokalfinale zwischen Juventus und dem englischen Klub FC Liverpool bei einer Massenpanik vor allem italienische Fans getötet worden. Insgesamt starben 39 Menschen.
Vor Anpfiff hatten Männer aus dem Block der Liverpool-Fans den Nachbarblock gestürmt, in dem sich hauptsächlich Juventus-Fans befanden. Durch das Zurückweichen der Menge wurden zahlreiche Menschen gegen eine Stadionmauer gequetscht. Unter dem Druck gab die Mauer schließlich nach und begrub Fans unter sich. Bei der anschließenden Massenpanik wurden weitere Menschen zu Tode getrampelt und hunderte weitere verletzt.
Nach der Katastrophe wurden zunächst die Liverpooler Anhänger verantwortlich gemacht, später gerieten jedoch auch die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen im Stadion in den Fokus.
Die Heysel-Katastrophe löste ein grundlegendes Umdenken bei der Austragung von Fußballspielen bei. Die Sicherheitsbestimmungen in europäischen Stadien wurden zum Teil massiv verschärft, unter anderem wurden bei internationalen Partien Stehplätze verboten.
R.Chavez--AT