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US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vor einem Angriff auf den Iran gewarnt, der die Fortsetzung der Atomgespräche zwischen den beiden Ländern gefährden könnte. "Ich habe ihm gesagt, dass ich das derzeit nicht für sinnvoll halte, da wir einer Lösung sehr nahe sind", sagte Trump am Mittwoch während eines Pressegesprächs im Weißen Haus und verwies dabei auf sein jüngstes Telefonat mit dem israelischen Regierungschef.
Der US-Präsident betonte, dass die Gespräche mit Teheran über das iranische Atomprogramm "sehr gut" verlaufen seien.
Zuvor hatten der Iran und die USA in Rom eine fünfte Verhandlungsrunde abgeschlossen. Diese endete zwar ohne Einigung, aber mit der Zusicherung, dass die Gespräche fortgesetzt würden.
Der Iran erklärte unterdessen am Mittwoch, falls es mit den USA zu einer Einigung komme, könne Teheran möglicherweise einen Besuch von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in dem Land zulassen.
Die Verhandlungen sind bislang immer an der Frage der Urananreicherung gescheitert: Die USA fordern, dass der Iran die Anreicherung von Uran vollständig einstellt. Teheran lehnt dies ab und verweist auf sein Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie.
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, an Atomwaffen zu bauen, was Teheran bestreitet. 2015 hatte der Iran ein internationales Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah.
2018 zogen sich die Vereinigten Staaten unter Trump jedoch einseitig aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen gegen den Iran. Daraufhin zog sich Teheran schrittweise von seinen in dem Abkommen festgehaltenen Verpflichtungen zurück und fuhr die Anreicherung von Uran hoch.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus dringt Trump auf eine neue Vereinbarung. Er droht dem Iran zugleich für den Fall eines Scheiterns der Gespräche mit einem militärischen Vorgehen.
J.Gomez--AT