-
US-Außenminister Rubio zu Besuch in der Slowakei eingetroffen
-
5,8 Prozent mehr Geld für Länderbeschäftigte – Tarifparteien: Vertretbarer Kompromiss
-
Horn bei Überraschungssieg von Ponsiluoma Elfter
-
Zahl der Toten nach Hausbrand in Berlin auf drei gestiegen
-
Zwei Jahre nach Tod Nawalnys: Europäische Analysen bringen Nachweis für Vergiftung
-
Wachs-Wirrwarr: FIS lehnt Finnlands Protest ab
-
Monobob: Nolte führt - Spitze eng zusammen
-
EU-Außenbeauftragte Kallas kritisiert Europa-"Bashing" der USA
-
Brantner fordert mehr digitale Eigenständigkeit in Europa
-
DOSB: "Rest der Welt" macht Team D "das Leben schwer"
-
Spieler des Tages: Ransford Königsdörffer (Hamburger SV)
-
Warken will Lösung bei Jahresrezepten für chronisch Kranke
-
Foodwatch: Menschen in Deutschland nehmen pro Tag fast 26 Gramm Zucker durch Getränke ein
-
"Bin glücklich": Woltemade und die Erlösung am Geburtstag
-
NBA erwägt härtere Strafen für "Tanking"
-
Trotz Verletzung: Lillard gewinnt Dreierwettbewerb in der NBA
-
DEB-Team vor US-Duell: "Wissen, was auf uns zukommt"
-
Raimund vor Super Team "guter Dinge"
-
Sozialstaatsdebatte: CDU-Arbeitnehmerflügel fordert mehr Führung von Merz
-
Pariser Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit
-
Kallas und Lagarde: 62. Münchner Sicherheitskonferenz endet
-
Chinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf "neue Ebene" heben
-
"Keinerlei Scham": Obama äußert sich erstmals über Trumps Affen-Video
-
Nach medizinischer Evakuierung: Neue Besatzung an Internationaler Raumstation ISS angekommen
-
Neue Besatzung in Internationaler Raumstation ISS angekommen
-
Selenskyj nimmt in München stellvertretend für alle Ukrainer Kleist-Preis entgegen
-
Französische Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit
-
Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela treten in den Hungerstreik
-
Raimund nur Neunter von der Großschanze – Gold an Prevc
-
Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen
-
Skeleton: Silber für Kreher, Bronze für Pfeifer
-
Kampf um die Königsklasse: VfB meldet sich zurück
-
Kuba sagt berühmtes Zigarrenfestival wegen Wirtschaftskrise ab
-
Chancenlos gegen Kanada: DEB-Frauen im Viertelfinale raus
-
250.000 fordern in München Machtwechsel im Iran - Schah-Sohn will Übergang anführen
-
Europäische Staaten: Nawalny in russischem Straflager mit Froschgift getötet
-
Dank Kane-Doppelpack: Bayern siegt locker in Bremen
-
Rieras Heim-Premiere glückt: Frankfurt gewinnt Krisenduell
-
Pahlavi bei Kundgebung in München: Möchte "Übergang" im Iran anführen
-
Merz will Alkoholausschank auf CDU-Parteitag einschränken
-
Pistorius wirft USA schädigendes Verhalten gegenüber der Nato vor
-
Schleswig-Holstein: Früherer Kieler Oberbürgermeister Kämpfer ist neuer SPD-Landeschef
-
Pistorius wirft USA Beschädigung der Nato vor
-
Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift
-
Sprint: Preuß verpasst Medaille bei Kirkeeide-Sieg
-
Rund 200.000 Menschen demonstrieren in München gegen iranische Regierung
-
Selenskyj beklagt langsame Rüstungslieferungen - Zwei Tote bei russischen Angriffen
-
"FIS-Versagen": Finnland-Protest gegen Norwegen und Kläbo
-
Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe
-
200.000 Teilnehmer bei Großdemonstration gegen iranische Regierung in München
UNRWA verurteilt neue Stiftung für Hilfslieferungen im Gazastreifen
Nach chaotischen Szenen mit dutzenden Verletzten bei einem Verteilzentrum für Hilfsgüter im Gazastreifen hat das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA Hilfslieferungen durch die von den USA unterstützte neue Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) kritisiert. "Ich halte es für eine Verschwendung von Ressourcen und eine Ablenkung von Gräueltaten", sagte UNRWA-Chef Philippe Lazzarini am Mittwoch in Japan. Bei einem Ansturm auf das Verteilzentrum der GHF im südlichen Rafah waren am Dienstag UN-Angaben zufolge etwa 47 Menschen verletzt worden, mutmaßlich durch Schüsse der israelischen Streitkräfte.
Lazzarini verwies auf das bereits existierende System für Hilfslieferungen, "das seinen Zweck erfüllt." Die humanitäre Gemeinschaft im Gazastreifen, einschließlich UNRWA, sei bereit, die Lieferungen zu übernehmen. "Wir verfügen über die Erfahrung und die Expertise, um Menschen in Not zu erreichen", sagte Lazzarini. "In der Zwischenzeit tickt die Uhr in Richtung Hungersnot."
Am Dienstag hatten tausende Menschen ein Verteilzentrum der GHF gestürmt. Die meisten der 47 dabei verletzten Menschen hätten Schussverletzungen erlitten, erklärte der UN-Menschenrechtsbeauftragte für die Palästinensergebiete, Ajith Sunghay. Seinen Informationen zufolge habe es sich um Schüsse der israelischen Streitkräfte gehandelt. "Es waren Schüsse der israelischen Armee", sagte Sunghay.
Nach dem Ansturm auf das Verteilzentrum seien "mehr als 40 Verletzte in das Nasser Krankenhaus" im südlichen Chan Junis eingeliefert worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP zudem aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen. Die Mehrheit der Menschen sei durch israelische Schüsse verletzt worden. Mindestens ein Verletzter sei mittlerweile gestorben.
Die israelische Armee wies die Vorwürfe zurück. Israelische Soldaten hätten lediglich "Warnschüsse in die Luft abgegeben" und nur "im Gebiet außerhalb" des Verteilzentrums, sagte der israelische Oberst Oliver Rafowicz AFP. Die Schüsse seien "in keinem Fall gegen die Menschen" gerichtet gewesen.
Die US-Regierung hatte die Gründung der GHF im Zuge des zunehmenden internationalen Drucks auf Israel wegen seiner Blockade von Hilfslieferungen in den Gazastreifen verkündet. Die Hilfsorganisation begann am Montag nach eigenen Angaben mit der Verteilung von Lebensmitteln. Internationale Kritiker erklärten, mit der GHF würden die UNO und Hilfsorganisationen umgangen.
Die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen hielten derweil an. Nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes wurden dabei 16 Menschen getötet. Bei einem Angriff auf das Haus des Fotojournalisten Osama al-Arbeed im Gebiet Al-Saftawi nördlich der Stadt Gaza seien neun Familienmitglieder getötet worden, erklärte der Zivilschutz-Sprecher Mahmud Bassal. Al-Arbeed sei verletzt worden.
Weitere sechs Mitglieder der Familie des Journalisten wurden Bassal zufolge bei einem israelischen Angriff im Zentrum des Gazastreifens getötet und 15 weitere Menschen verletzt. Ein weiterer Mensch wurde den Angaben zufolge bei einem Angriff auf Chan Junis getötet.
Die israelische Armee erklärte auf Nachfrage von AFP, sie könne die Angaben ohne genaue geographische Koordinaten nicht kommentieren.
International nahm indes die Kritik an Israel weiter zu. Eine Gruppe von fast 380 britischen und irischen Schriftstellern, darunter Zadie Smith und Ian McEwan, verurteilten in einem offenen Brief den "Völkermord" im Gazastreifen und drängten auf eine Waffenruhe. Die Verwendung des Völkermordbegriffs in Bezug auf Israels Vorgehen im Gazastreifen stehe mittlerweile bei "internationalen Rechtsexperten und Menschenrechtsorganisationen nicht mehr zur Debatte". Am Dienstag hatten etwa 300 französischsprachige Schriftsteller, unter ihnen zwei Nobelpreisträger, bereits von einem "Völkermord" an der Bevölkerung des Gazastreifens gesprochen.
In Paris färbten mehrere internationale Hilfsorganisationen das Wasser eines Brunnens blutrot, um einen "Völkermord" im Gazastreifen anzuprangern. Vor dem Auswärtigen Amt in Berlin protestierten neun im Gazastreifen tätige Hilfsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen und die Diakonie Katastrophenhilfe, gegen die GHF. Das neue System für die Verteilung von Hilfslieferungen "untergräbt die Unabhängigkeit und Neutralität humanitärer Hilfe", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
Auch aus Brüssel wurde das israelische Vorgehen scharf kritisiert. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte die "anhaltenden Angriffe auf zivile Infrastruktur" im Gazastreifen durch die israelische Armee "inakzeptabel". Der "unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt und der Tod von Zivilisten können nicht toleriert werden".
Der Gaza-Krieg war durch den Großangriff der Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben rund 1210 Menschen getötet wurden. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums bislang mehr als 54.000 Menschen getötet.
F.Wilson--AT