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Drei Kinder pro Familie: Erdogan ruft wegen Geburtenrückgangs "Jahrzehnt der Familie" aus
Als Reaktion auf den Geburtenrückgang in seinem Land hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein "Jahrzehnt der Familie" ausgerufen. "Wir erklären den Zeitraum 2026 bis 2035 zum Jahrzehnt der Familie und der Bevölkerung", sagte der Staatschef am Freitag bei der Eröffnung des Internationalen Forums der Familie in Istanbul.
Die Geburtenquote sei in der Türkei erstmals in der Geschichte auf 1,48 gefallen, dies sei "eine Katastrophe", sagte Erdogan mit Verweis auf Zahlen der Statistikbehörde (Tüik). Die Zahl liege "unter der kritischen Marke von 2,1" Kindern pro Frau. "Unser Land ist in großer Gefahr. Deshalb haben wir einen Appel an alle Familien gestartet, damit sie mindestens drei Kinder kriegen", sagte Erdogan weiter. Er ist selbst Vater von vier Kindern.
Die Opposition sieht in der hohen Inflation eine der Ursachen für die niedrige Geburtenrate. Erdogan weist hingegen wirtschaftliche Gründe zurück. Stattdessen bezeichnete er am Freitag den "Kampf gegen die LGBT-Perversion" als "Kampf für die Freiheit, die Würde und zur Rettung der Menschheit".
Erdogan griff die Opposition schon wiederholt an, weil sie sich für die LGBTQ-Bewegung einsetzt. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.
T.Wright--AT