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Mega-Stromausfall: Spaniens Regierungschef bittet um Geduld bei Ursachenforschung
Auch zehn Tage nach dem massiven Stromausfall auf der iberischen Halbinsel steht die Ursache nicht fest. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bat am Mittwoch in einer Parlamentssitzung um Geduld, die Ursachenforschung brauche Zeit. "756 Millionen Daten" müssten "minutiös" ausgewertet werden". Jedenfalls gebe es bislang "keinerlei Beweis" für die Vermutung, die Einspeisung von Wind- und Solarstrom ins Netz sei schuld, betonte er erneut.
Sánchez wiederholte, was auch die Umweltministerin schon am Montag gesagt hatte: Die Mega-Panne habe mit drei verschiedenen "Vorfällen" in sehr kurzer Zeit begonnen. Nach vorläufigen technischen Informationen sei zunächst eine Störung in Südspanien registriert worden; einige Sekunden später dann zwei weitere Störungen im Südwesten des Landes. Die ersten beiden Störungen habe das System überwinden können, die dritte Störung nicht. Sie habe sich auf das gesamte Stromsystem der Halbinsel ausgebreitet.
Es gebe aber keinen Beweis dafür, dass ein Übermaß von Solarstrom Ursache für den Stromausfall war, wiederholte Sánchez. Auch der Mangel an Atomkraftwerken sei nicht der Grund - dies hatte die Opposition angeführt, die eine Verlängerung der Laufzeiten fordert.
In ganz Spanien und Portugal war am 28. April der Strom ausgefallen. Die Panne hatte ein riesiges Chaos mit massiven Verkehrsproblemen und dem Ausfall von Telekommunikationssystemen zur Folge. Auch Südwestfrankreich und Marokko waren kurzzeitig betroffen. Es handelte sich um einen der bisher größten Stromausfälle in Europa.
P.Smith--AT