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FDP: Juli-Chefin kritisiert designierten Parteichef Dürr wegen Grundsatzprogramms
Die Chefin der FDP-Jugendorganisation Julis hat ein neues Grundsatzprogramm für die Liberalen gefordert und mit Blick darauf auch den designierten Parteichef Christian Dürr kritisiert. "Als Junge Liberale sind wir fest überzeugt von der Notwendigkeit eines neuen Grundsatzprogramms", sagte Franziska Brandmann dem "Spiegel" nach Angaben vom Donnerstag. "Dass Christian Dürr sich zu dieser Forderung nicht positioniert, kann ich nicht nachvollziehen", ergänzte Brandmann. Sie erwarte, "dass er als neuer Parteivorsitzender diesen Prozess zu seinem Projekt macht."
Nach dem historisch schlechtesten Abschneiden bei einer Bundestagswahl und dem Ausscheiden aus dem Parlament im Februar wollen die Liberalen beim Parteitag Mitte Mai eine neue Parteiführung wählen. Dürr als bisheriger Vorsitzender der nun aufgelösten Bundestagsfraktion will "ein Team aus neuen Köpfen und bekannten Gesichtern" anführen und die FDP bei der Wahl in vier Jahren wieder ins Parlament führen. Der langjährige Parteichef Christian Lindner bleibt noch bis zum Parteitag im Amt.
Brandmann war bereits kürzlich auf Distanz zu Dürr gegangen, indem sie einen personellen Umbruch forderte. Ein Neubeginn sei nicht möglich, "wenn er aus Personen besteht, die schon vorher höchste Verantwortung in der Partei getragen haben", sagte Brandmann dem "Spiegel" vor einer Woche.
O.Brown--AT