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Israel wandelt 30 Prozent des Gazastreifens in Pufferzone um
Israel hat nach eigenen Angaben etwa 30 Prozent des Gazastreifens in eine Pufferzone umgewandelt. Die israelische Armee erklärte am Mittwoch, sie habe die "volle Kontrolle über mehrere Schlüsselgebiete und -routen im Gazastreifen". Israel will zudem die Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen weiter blockieren. Der Islamische Dschihad veröffentlichte derweil ein Video einer deutsch-israelischen Geisel.
Seit der Wiederaufnahme der Militäreinsätze in dem Palästinensergebiet Mitte März seien bei Luftangriffen "ungefähr 1200 Terrorziele" getroffen worden, erklärte die israelische Armee. Zudem seien "mehr als hundert gezielte Eliminierungen" vorgenommen worden.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz verkündete, Israel werde Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen weiter blockieren. "Israels Politik ist klar: Es kommt keine humanitäre Hilfe nach Gaza." Die Blockade dieser Hilfe sei eines der wichtigsten Druckmittel gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas.
Die UNO hatte angesichts der ausbleibenden Hilfslieferungen für das Palästinensergebiet am Montag vor der schlimmsten humanitären Krise im Gazastreifen seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas gewarnt. Am Mittwoch erklärte die UNO, seit der Fortsetzung des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen seien geschätzt 500.000 Palästinenser vertrieben worden.
Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad veröffentlichte am Mittwoch ein Video der Geisel Rom Braslavski. Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, rief im Onlinedienst X zur Freilassung des jungen Mannes auf, der nach seinen Angaben auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
In dem fast siebenminütigen Video zeigt der in Jerusalem geborene Braslavski Schürfwunden auf seinem Oberkörper und beschreibt die harten Bedingungen, unter denen er festgehalten wird. Er ruft zudem US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu auf, seine Freilassung zu bewirken. Unklar war zunächst, wann das Video aufgenommen wurde.
Auch im Südlibanon setzte Israel am Mittwoch seine Luftangriffe fort. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden dabei zwei Menschen getötet. Nach israelischen Angaben traf die Armee zwei "Hisbollah-Terroristen". Israel bestätigte zunächst jedoch nur die Tötung eines Angehörigen der Hisbollah-Spezialeinheit Radwan.
Im von Israel besetzten Westjordanland wurden nach israelischen Angaben zudem zwei militante Palästinenser getötet. Soldaten hatten demnach den wegen eines tödlichen Angriffs gegen Israelis im Januar gesuchten Mohammed Sakarneh festnehmen wollen. Nach einem Feuergefecht mit dem Gesuchten und zwei weiteren "Terroristen" seien Sakarneh und ein weiterer Palästinenser schließlich getötet worden. Beide hätten dem Islamischen Dschihad angehört. Die Islamistengruppe bestätigte den Tod der beiden Männer.
Israel hatte am 18. März nach einer knapp zweimonatigen Waffenruhe seine massiven Luftangriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen wieder aufgenommen. Die israelische Armee startete auch eine neue Bodenoffensive.
Erklärtes Ziel der israelischen Regierung ist es, den Druck auf die Hamas für eine Freilassung der in ihrer Gewalt verbliebenen israelischen Geiseln zu erhöhen. 58 Geiseln befinden sich weiterhin in der Gewalt der Islamisten, 34 von ihnen sind nach Angaben der israelischen Armee bereits tot.
P.Hernandez--AT