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Macron zeichnet Mitarbeiter der Restaurierung der Pariser Kathedrale Notre-Dame aus
Zum sechsten Jahrestag des verheerenden Brandes der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag rund 100 Menschen ausgezeichnet, die bei der Restaurierung mitgearbeitet haben. Zu den Ausgezeichneten zählen Philippe Jost, der Leiter der Restaurierung, sowie die Architekten Rémi Fromont und Philippe Villeneuve. Zudem wurden Vertreter aus allen beteiligten Berufsgruppe geehrt, unter ihnen Schreiner, Gerüstbauer, Restauratoren der Orgel, der Buntglasfenster und der Wandmalereien.
In Richtung der Ausgezeichneten sagte Macron am Dienstag im Elysée: "Sie haben in diesen fünf Jahren tatsächlich gezeigt, was eine große Nation vermag (...), eine Nation, die aus einer Geschichte besteht, die größer ist als sie selbst, und die noch in der Lage ist, Träume zu verwirklichen, die größer sind als sie selbst."
Macron hatte gleich nach dem Brand das Ziel ausgegeben, die Kathedrale innerhalb von fünf Jahren wieder zu restaurieren. Dass dies - um wenige Monate verzögert - gelang, war vor allem der enormen internationalen Spendenbereitschaft zu verdanken.
Von den etwa 850 Millionen Euro, die aus der ganzen Welt zusammenkamen, blieben am Ende noch 140 Millionen übrig. Diese werden nun für ohnehin anstehende Arbeiten etwa an der Apsis verwendet.
Derzeit wird die Kirche von etwa 30.000 Menschen täglich besucht. Der Eintritt ist frei. Über die App der Kathedrale lassen sich Zeitfenster für den aktuellen oder den kommenden Tag buchen. Wenn diese ausgebucht sind, hilft nur Anstehen.
Zur Wiedereröffnung im Dezember waren etwa 40 Staats- und Regierungschefs nach Frankreich gereist, unter ihnen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der designierte US-Präsident Donald Trump.
Notre-Dame war am 15. April 2019 durch ein Feuer schwer beschädigt worden. Der gesamte Dachstuhl brannte ab, der Vierungsturm stürzte brennend ins Kirchenschiff. An der Restaurierung war auch die Kölner Dombauhütte beteiligt gewesen, die vier Fenster aus dem 20. Jahrhundert nach Köln geholt hatte, um sie dort zu reinigen und Schäden zu beseitigen.
N.Mitchell--AT