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Gesundheitszustand von Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro ist stabil
Nach der Einlieferung in ein Krankenhaus wegen starzer Bauchschmerzen hat sich der Gesundheitszustand des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro nach eigenen Angaben stabilisiert. "Gott sei Dank ist mein Zustand stabil und ich erhole mich", erklärte Bolsonaro am Freitag im Onlinedienst X. Der Ex-Präsident müsse laut der Leitung des Krankenhauses Rio Grande die Nacht dort. Eine Operation sei aktuell nicht geplant.
Der 70-jährige Bolsonaro hatte zuvor bei einer Parteiveranstaltung im nordöstlichen Bundesstaat Rio Grande do Norte laut einem Sprecher seiner Partei über Schmerzen geklagt. Daraufhin wurde er in eine Klinik gebracht und dann mit einem Hubschrauber in das größere Krankenhaus in der Stadt Natal verlegt.
Die Schmerzen hängen demnach mit dem Messerangriff auf den rechtsradikalen Politiker im Jahr 2018 zusammen. Während des damaligen Präsidentschaftswahlkampfs hatte ein Mann Bolsonaro angegriffen und mit einem Messer am Bauch verletzt. In den vergangenen Jahren musste er deshalb mehrfach operiert werden. Bolsonaro hatte die Wahl damals gewonnen. Bei der Präsidentschaftswahl 2022 stellte er sich erneut zur Wahl, verlor in der Stichwahl jedoch gegen seinen linksgerichteten Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva.
Lula trat am 1. Januar 2023 sein Amt an. Eine Woche später wurde Brasilien von gewaltsamen Ausschreitungen erschüttert, als Bolsonaro-Anhänger den Kongress, den Amtssitz des Präsidenten sowie das Oberste Gericht stürmten und dort stundenlang schwere Verwüstungen anrichteten. Bolsonaro soll sich nun wegen eines versuchten Staatsstreichs vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Gefängnisstrafe von mehr als 40 Jahren.
W.Nelson--AT