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US-Verteidigungsminister Hegseth wirft China Bedrohung des Panamakanals vor
Bei einem Besuch des Panamakanals hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine nach seiner Darstellung bedrohliche Einflussnahme Chinas auf die Wasserstraße angeprangert. "Die USA werden es weder dem kommunistischen China noch einem anderen Land erlauben, den Betrieb oder die Unversehrtheit des Kanals zu bedrohen", sagte Hegseth am Dienstag (Ortszeit) in einer Rede vor dem Kanal.
Der Kanal sei permanent Bedrohungen ausgesetzt, erklärte Hegseth. China kontrolliere kritische Infrastruktur im Bereich des Kanals, was es dem Land ermögliche, Spionagetätigkeiten in Panama auszuüben. Das mache Panama und die USA "weniger sicher, weniger erfolgreich und weniger souverän", sagte er.
Panama und die USA würden gemeinsam "den Panamakanal dem Einfluss Chinas entziehen" und ihn für alle Länder öffnen, erklärte der US-Verteidigungsminister. Er wurde bei seiner Rede vom Präsidenten Panamas José Raúl Mulino flankiert.
China wies die Vorwürfe zurück. "China hat sich nie an der Leitung oder dem Betrieb des Panamakanals beteiligt", erklärte die chinesische Botschaft in dem mittelamerikanischen Land am Dienstag (Ortszeit). Peking habe stets die Souveränität Panamas in Bezug auf den Kanal respektiert. Die Botschaft mahnte die USA, mit der "Erpressung" und "Plünderung" Panamas und andere Länder in der Region aufzuhören.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt damit gedroht, die Kontrolle über den Panamakanal zu übernehmen. Der Präsident kritisierte dabei den seiner Auffassung nach zu großen chinesischen Einfluss auf die für den Welthandel höchst wichtige Wasserstraße. Panama machte in der Folge mehrere Zugeständnisse an Trump und übte Druck auf den Hongkonger Hafenbetreiber Hutchison aus, sich von dem Kanal zurückzuziehen.
Hutchison, der derzeitige Betreiber der Häfen an beiden Einfahrten des Panamakanals, hatte im März angekündigt, diese an ein US-Konsortium zu verkaufen. 90 Prozent der Anteile an der Panama Ports Company sowie Anteile an weiteren Häfen außerhalb Chinas sollen für 19 Milliarden Dollar an eine Gruppe von Unternehmen unter Leitung des Investors Blackrock gehen.
G.P.Martin--AT