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Hunderte Festnahmen bei Demonstrationen am 1. Mai in Istanbul
Türkische Opposition ruft für Samstag zu Großkundgebung in Istanbul auf
Bei den Protesten gegen die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu will die Opposition den Druck auf Präsident Recep Tayyip Erdogan erhöhen. Der Chef von Imamoglus oppositioneller Partei CHP, Özgür Özel, rief für Samstag zu einer Großkundgebung in Istanbul auf.
Es gehe darum, Imamoglu zu unterstützen, gegen seine Festnahme zu protestieren und vorgezogene Neuwahlen zu fordern, sagte Özel am Dienstagabend bei einer Demonstration vor dem Istanbuler Rathaus. Geplant ist die Großkundgebung demnach im Stadtteil Maltepe auf der asiatischen Seite der Millionenstadt.
In der Türkei gehen seit einer Woche jeden Tag zahlreiche Demonstranten auf die Straße. Ausgelöst wurde die Protestwelle durch Imamgolus Festnahme am vergangene Woche Mittwoch. Der inzwischen in U-Haft genommene und von seinem Amt suspendierte Bürgermeister von Istanbul ist der wichtigste politische Rivale von Präsident Erdogan.
Die Behörden gehen mit zunehmender Härte gegen die Demonstrationen vor. Nach Angaben des Innenministeriums wurden inzwischen mehr als 1400 Menschen festgenommen. Özel sagte am Dienstagabend, anders als bislang werde er für Mittwoch nicht zu einer Kundgebung vor dem Rathaus von Istanbul aufrufen.
T.Perez--AT