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Ukrainischer Minister: "Produktives" Gespräch mit US-Delegation in Riad beendet
Die Ukraine und die USA haben nach Angaben Kiews ihre Gespräche in Saudi-Arabien über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg abgeschlossen. "Wir haben unser Treffen mit dem amerikanischen Team beendet", erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow am späten Sonntagabend. "Die Diskussion war produktiv und zielgerichtet." Die Delegationen beider Länder hätten "wichtige Punkte angesprochen", darunter Fragen zum Energiebereich.
Umerow hatte zuvor erklärt, bei dem Treffen mit den US-Vertretern gehe es unter anderem um "Vorschläge zum Schutz von Energieanlagen und kritischer Infrastruktur".
Für Montag sind in Riad Gespräche der US-Delegation mit russischen Regierungsvertretern geplant. Das Verhandlungsteam aus Moskau traf nach Angaben russischer Staatsmedien bereits am Sonntag in der saudiarabischen Hauptstadt ein.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte dem US-Sender Fox News am Sonntag gesagt, er hoffe auf "echte Fortschritte" bei den Gesprächen in Saudi-Arabien. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich hingegen zurückhaltend. "Wir sind erst am Anfang dieses Weges", sagte er im russischen Staatsfernsehen. Es gebe viele ungeklärte "Fragen" und "Nuancen", wie eine Waffenruhe umgesetzt werden könnte. "Es liegen schwierige Verhandlungen vor uns", fügte der Kreml-Sprecher hinzu.
Bei den für Montag geplanten Gesprächen soll es Peskow zufolge vornehmlich um die Wiederbelebung einer Vereinbarung aus dem Jahr 2022 für einen sicheren Transport ukrainischer Agrarexporte über das Schwarze Meer gehen.
Moskau hatte die von der Türkei und den Vereinten Nationen vermittelte Vereinbarung 2023 aufgekündigt und dies damit begründet, dass der Westen seine Zusage zur Lockerung von Sanktionen gegen russische Agrarexporte nicht eingehalten habe. Der US-Sondergesandte Witkoff sagte, aus einer möglichen Waffenruhe im Schwarzen Meer würden die Gespräche "natürlicherweise auf eine vollständige Waffenruhe hinstreben".
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die Verbündeten Kiews am Sonntag dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. "Neue Entscheidungen und neuer Druck auf Moskau sind notwendig, um diese Angriffe und diesen Krieg zu beenden", erklärte er in Onlinenetzwerken. Den von der Ukraine unterstützten US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe hatte Kreml-Chef Wladimir Putin kürzlich abgelehnt.
M.O.Allen--AT