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Mindestens zwei Tote bei neuen russischen Luftangriffen auf Kiew
Kurz vor neuen Gesprächen über eine Waffenruhe in der Ukraine hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Drohnen angegriffen. Durch die Angriffe seien mindestens zwei Menschen getötet worden, teilte der ukrainische Rettungsdienst am frühen Sonntagmorgen mit. Es seien mehrere Wohnhäuser getroffen worden und Brände ausgebrochen.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem "massiven Angriff feindlicher Drohnen". Seinen Angaben zufolge wurden zudem sieben Menschen verletzt.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte derweil, dass die russische Armee in der Nacht 59 ukrainische Drohnen "zerstört und abgefangen" habe. Die meisten Geschosse wurden demnach in den Regionen Rostow und Astrachan im Südwesten des Landes abgewehrt.
US-Unterhändler wollen in Saudi-Arabien getrennte Gespräche mit Delegationen aus Kiew und Moskau über eine Waffenruhe in der Ukraine führen. Zunächst will die US-Delegation mit ukrainischen Vertretern sprechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, seine Regierung sei auf die Gespräche am Sonntag "vorbereitet". Am Montag soll in der Golfmonarchie dann ein Treffen der US-Unterhändler mit russischen Regierungsvertretern stattfinden.
Am Freitag hatte ein hochrangiger ukrainischer Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP geäußert, Kiew wolle bei den Gesprächen "mindestens" eine teilweise Waffenruhe erreichen.
Der an den Verhandlungen beteiligte russische Senator Grigori Karasin sagte am Samstag dem Sender Swesda TV: "Wir hoffen, zumindest etwas Fortschritte zu machen." Auf welchen Bereich er sich bezog, sagte er nicht. Er kündigte an, mit dem ebenfalls an den Verhandlungen beteiligten Geheimdienstberater Sergej Beseda die Gespräche "kämpferisch und konstruktiv" zu führen.
US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin hatten am Dienstag in ihrem Telefonat eine 30-tägige Aussetzung der russischen Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur vereinbart. Wann diese Vereinbarung in Kraft treten soll, blieb offen. Zuletzt hatte die Ukraine eine Einstellung der Angriffe auf Energieinfrastruktur und zivile Infrastruktur sowie ein Ende der Angriffe im Schwarzen Meer vorgeschlagen.
O.Ortiz--AT