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Bewaffneter Arm der Hamas will an Waffenruhe mit Israel festhalten
Der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas möchte trotz der abgelaufenen Frist an der Waffenruhe mit Israel festhalten. "Ungeachtet all der Versuche des Feindes auszuweichen, zu lügen und zu täuschen (...) bevorzugen wir nach wie vor, an dem Abkommen festzuhalten, um unserem Volk ein Blutvergießen zu ersparen", erklärte der Sprecher der Essedin-al-Kassam-Brigaden, Abu Ubaida, in einer Videobotschaft am Donnerstag.
Die erste Phase der Mitte Januar in Kraft getretenen Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas war am Samstag ausgelaufen. Eigentlich sollten noch in der ersten Phase Verhandlungen über eine zweite Phase geführt werden, welche die Freilassung aller verbliebenen Geiseln ermöglichen und den Weg für ein dauerhaftes Ende des Krieges ebnen soll.
Stattdessen hatte Israel einem Vorschlag des US-Nahost-Sondergesandten Steve Witkoff zugestimmt, die Waffenruhe im Gazastreifen während des islamischen Fastenmonats Ramadan und des jüdischen Pessach-Festes zu verlängern. Der Ramadan geht bis Ende März, das Pessach-Fest wird Mitte April gefeiert. Die Hamas lehnte den US-Vorschlag allerdings ab.
Israel hatte daraufhin am Sonntag humanitäre Hilfslieferungen in den Gazastreifen ausgesetzt und der Hamas mit weiteren "Konsequenzen" gedroht, sollte sie dem US-Vorschlag nicht zustimmen. Die Hamas erklärte jedoch, sie bestehe auf Verhandlungen über die zweite Phase der Waffenruhe.
E.Hall--AT