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UN-Bericht zum Weltfrauentag: Rückschritte bei Frauenrechten in jedem vierten Land
Trotz zahlreicher Fortschritte und Errungenschaften sind die Rechte von Frauen laut UN-Angaben in jedem vierten Land der Welt bedroht. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten UN-Bericht hervorgeht, berichtete rund ein Viertel der Regierungen von Rückschritten bei den Frauenrechten. So hat sich die Zahl der Frauen und Mädchen, die in Konfliktgebieten leben, in den vergangenen zehn Jahren um die Hälfte erhöht. Frauenrechtsaktivisten werden zudem bedroht oder sogar getötet.
Verschärft wird die besorgniserregende Situation dem Bericht zufolge durch globale Krisen wie die Klimakatastrophe, die Corona-Pandemie oder steigende Lebensmittelpreise. Auch werden in vielen Ländern Mittel für Organisationen und Institutionen zum Schutz und zur Förderung von Frauen gestrichen.
Anlass des Berichts, für den im vergangenen Jahr 159 Regierungen Antworten einreichten, ist der internationale Frauentag am 8. März. Zudem jährt sich in diesem Jahr die sogenannte Pekinger Erklärung und Aktionsplattform zum 30. Mal, in der sich 1995 mehr als 18 UN-Mitgliedstaaten auf ein umfassendes Konzept zur Förderung der Geschlechter-Gleichstellung und der Stärkung von Frauen und Mädchen einigten.
Obwohl die Müttersterblichkeit seitdem um ein Drittel gesenkt werden konne, immer mehr Frauen in Parlamenten vertreten sind und weltweit zahlreiche Gesetzesreformen zur Gleichstellung vollzogen wurden, muss sich laut UN-Women noch einiges tun: Nach wie vor wird dem Bericht zufolge alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen von ihrem Partner oder einem Familienmitglied getötet. Durch digitale Technologien und künstliche Intelligenz würden außerdem schädliche Stereotypen verbreitet, auch seien die Möglichkeiten von Frauen durch eine digitale Kluft eingeschränkt.
"Wenn Frauen und Mädchen aufsteigen können, geht es uns allen gut", sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Stattdessen würden Frauenrechte weltweit angegriffen, statt die Gleichberechtigung in den Vordergrund zu rücken. Auch sei Frauenfeindlichkeit nach wie vor weit verbreitet. "Gemeinsam müssen wir uns entschlossen dafür einsetzen, dass Menschenrechte, Gleichberechtigung und Stärkung für alle Frauen und Mädchen, für alle und überall, Wirklichkeit werden", betonte der UN-Generalsekretär.
P.Smith--AT