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"Inakzeptabel": Ägypten lehnt Vorschlag aus Israel zur Verwaltung des Gazastreifens ab
Ägypten hat eine mögliche Verwaltung des Gazastreifens, wie von Israels Oppositionsführer Jair Lapid vorgeschlagen, als "inakzeptabel" zurückgewiesen. Alle Vorschläge, die die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates umgingen, seien "Halblösungen", die den Konflikt eher verlängern als lösen würden, berichtete die ägyptische Nachrichtenagentur Mena am Mittwoch unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums in Kairo.
Der Gazastreifen und das Westjordanland, einschließlich des von Israel annektierten Ostteil Jerusalems, seien integrale Bestandteile der palästinensischen Gebiete, die unter "vollständiger palästinensischer Souveränität und Verwaltung" stehen müssten, fügte der Sprecher hinzu.
Am Dienstag hatte Israels Oppositionsführer Lapid eine Verwaltung des Gazastreifens durch Ägypten für mindestens acht Jahre ins Spiel gebracht. Im Gegenzug könne die internationale Gemeinschaft Ägypten seine Auslandsschulden erlassen, schlug Lapid vor.
Aktuell wird der Gazastreifen von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrolliert. Der Krieg zwischen Israel und der Hamas, der durch deren Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, hat in weiten Teilen des Gazastreifens Verwüstung angerichtet.
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hob am Mittwoch hervor, dass Vorschläge zu einer Annexion des Gazastreifens oder zur Zwangsumsiedlung aus den palästinensischen Gebieten "rechtswidrig" seien und eine Bedrohung für die gesamte Region darstellen könnten. Einzelheiten nannte Türk nicht. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich vorgeschlagen, den Gazastreifen zu einer "Riviera des Nahen Ostens" umzubauen und vorher die dort lebenden Palästinenser nach Ägypten und Jordanien umzusiedeln.
O.Brown--AT