-
IOC: 10.000 Dollar für alle Olympiasportler
-
Obdachlosen in Berlin totgetreten: Lebenslange Haft wegen Mordes in zweitem Prozess
-
Social Media ab 14 und Medienerziehung ins Gesetz: Experten legen Empfehlungen vor
-
Muskuläre Probleme: DFB-Team ohne Brown
-
Streiks im Tourismus-, Gast- und Baugewerbe in Griechenland
-
Nach Mordurteil: Bayerischer Cold Case von 1978 wird von anderem Gericht aufgerollt
-
Elfjähriger Henri Wüstenberg aus Gelsenkirchen ist bester Vorleser 2026
-
Weiterer Toter durch Bornavirus in Bayern
-
Ermittlungen gegen Mutter nach Fund von totem Baby in Baden-Württemberg
-
IOC schreibt Neutralität fest
-
Entlastungen für Firmen: Regierung will Vorgaben für Energieverbrauch abschwächen
-
Angeklagter gesteht tödliche Prügelattacke auf Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz
-
Olympia 2036 wird 2029 vergeben - IOC beschließt Reform
-
Zweiter WM-Einsatz: Zwayer pfeift Kongo gegen Usbekistan
-
Spaniens Ministerpräsident weist Korruptionsvorwurf zurück - und lehnt Neuwahlen ab
-
Hitzealarm und Stromausfälle - West- und Mitteleuropa ächzen unter hohen Temperaturen
-
Eine Woche vor Ende des Tankrabatts: Preise für Benzin und Diesel fallen nochmals
-
Mögliche Sabotagepläne für deutsche Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom
-
Technischer Fehler legt Zugverkehr bundesweit stundenlang lahm
-
Ölpreis sinkt weiter - Schiffsverkehr durch Straße von Hormus legt zu
-
Chef von Weltklimarat: Hitzewelle in Europa heftiger als manche Prognosen
-
Ukrainische Angriffe treffen erneut Krim und russische Regionen - Stromausfall in Sewastopol
-
Millionenbetrug in Corona-Testzentrum: Mehrjährige Haftstrafen in Hannover
-
Maria im Viertelfinale von Eastbourne
-
Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS bei Razzia nahe Ankara erschossen
-
Besuch in Emiraten: Rubio bekräftigt Verpflichtung der USA für Sicherheit des Landes
-
Schröder führt DBB-Auswahl in WM-Qualifikation an
-
Versuchte Sabotage von deutscher Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom
-
Überhitzungsgefahr bei Haustieren: Branchenverband appelliert an Halter
-
"Größte Kampfschiffe" der Marine: Aus für Projekt zum Bau von F126-Fregatten
-
Verbände wenden sich gegen Regierungspläne zu Kürzungen bei Eingliederungshilfe
-
IAEA: Atominspektionen im Iran werden kommen
-
Präsidenten-Stichwahl in Peru: Offenbar sehr knapper Sieg für Fujimori
-
Neue Aufgabe für Altkanzler Scholz: Vorsitz von Kommission für Entwicklungspolitik
-
Mahnmal für im Nationalsozialismus verfolgte Zeugen Jehovas eingeweiht
-
Anhaltende Hitze: Stuttgart verbietet Wasserentnahme aus Gewässern
-
Versuchter Angriff auf deutsche Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom
-
Bayern: Zwei Festnahmen bei Ermittlungen zu Sexual- und Drogenstraftaten an Kindern
-
Extremhitze in Europa: 94 Millionen Menschen erleben mindestens 35 Grad
-
Kein pauschal strenges Social-Media-Verbot: Experten empfehlen zwei Alternativen
-
Zugverkehr nach massiver Störung weitgehend regelmäßig - Konzern sucht nach Auslöser
-
2025 erneut deutlich mehr antimuslimische Vorfälle registriert als im Vorjahr
-
Verteidigungsministerium beendet Projekt zum Bau von F126-Fregatten
-
Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom
-
Klimafreundlicher Stahl: Deutsche Industrie könnte laut Studie international bestehen
-
Ifo-Umfrage: Geschäftsklima in Deutschland verbessert sich
-
Flugzeugbau für Geschäftsreisen: EU-Gericht kippt Ausschluss von Öko-Siegel
-
"Ich liebe Euch": Bei Hai-Angriff verletzte Frau in Sydney wacht aus Koma auf
-
Nach Jicha-Aus: Lund wird neuer Cheftrainer in Kiel
-
Drogenstudie: Konsum von Kokain bei jungen Erwachsenen spürbar gestiegen
Nun auch SPD-Fraktionschef: Klingbeil geht in Doppelfunktion in Gespräche mit Union
Mit der Wahl von Parteichef Lars Klingbeil auch zum Fraktionsvorsitzenden hat sich die SPD für die anstehenden Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung aufgestellt. Klingbeil wertete das Ergebnis von 85,6 Prozent der gültigen Stimmen bei der Fraktionssitzung am Mittwoch als "starkes Mandat für die Verhandlungen" mit CDU und CSU. Diese kritisierte er für deren zuletzt teils öffentlich geführte Diskussion über die Schuldenbremse.
Mit der Doppelfunktion aus Partei- und Fraktionsspitze geht Klingbeil als zentraler Kopf der Sozialdemokraten in die möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Union von CDU-Chef Friedrich Merz. "Wir haben ein Interesse daran, dass diese Gespräche schnell, aber auch gründlich geführt werden", sagte Klingbeil dazu.
Die Union forderte er zu "ernsthaften Gesprächen" auf. Dass Deutschland eine "handlungsfähige Regierung" bekomme, sei "Wille der SPD", sagte Klingbeil. Es liege nun an CDU-Chef Friedrich Merz, ob das gelingen könne. Zusammen mit Merz habe er verabredet, "zeitnah sprechen" und "einen Fahrplan verabreden" zu wollen.
Die Fraktion der bisherigen Kanzlerpartei SPD ist nach herben Verlusten bei der Bundestagswahl am Sonntag von zuvor 207 auf 120 Mitglieder geschrumpft. Klingbeil, der am Tag der Bundestagswahl 47 Jahre alt wurde, zählt innerhalb seiner Partei zum konservativen Seeheimer Kreis. Er löst an der Fraktionsspitze den Parteilinken Rolf Mützenich ab, der nicht erneut für den Vorsitz kandidierte, aber weiterhin Teil der Fraktion ist.
Der Zustimmungswert von 85,6 Prozent für Klingbeil liegt deutlich unter denen seines Vorgängers. Mützenich war 2019 mit 97,7 Prozent an die Fraktionsspitze gewählt und 2021 mit 97 Prozent im Amt bestätigt worden. Für Klingbeil stimmten am Mittwoch 95 SPD-Abgeordnete, 13 votierten gegen ihn, drei enthielten sich. Zwei der 113 abgegebenen Stimmen waren ungültig.
Klingbeil sprach von einem "ehrlichen Ergebnis", das auch mit der Wahlniederlage zusammenhänge. Der Sonntag stecke den Sozialdemokraten "noch in den Knochen" und "wird uns noch lange beschäftigen", sagte Klingbeil. Er kündigte einen parteiinternen Aufarbeitungsprozess an. "Es wird eine Fehleranalyse geben und daraus werden Konsequenzen abgeleitet", sagte er. "Natürlich muss es Veränderungen geben. Dafür stehe ich auch als Person." Trotz seines verhältnismäßig schwachen Abschneidens sieht er die SPD vor den anstehenden Sondierungen geschlossen aufgestellt.
Eine zentrale Rolle in den Gesprächen wird der Haushalt spielen. Vertreter von CDU und CSU hatten seit der Bundestagswahl öffentlich über Finanzierungsmöglichkeiten vor allem der Bundeswehr gesprochen. Merz schloss eine baldige Reform der Schuldenbremse dafür aus und hält ein neues Sondervermögen für schwierig. Er bestätigte aber Gespräche darüber.
Sowohl die Schuldenbremse, als auch ein Sondervermögen bräuchten eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Diese ist nach der Konstituierung des neuen Plenums am 25. März nur noch mit Stimmen der AfD oder der Linkspartei möglich.
Klingbeil kritisierte die Union für öffentliche Äußerungen zu Schuldenbreme und Sondervermögen. "Wenn wir ernsthafte Gespräche führen (...), sollten wir Vorschläge nicht in der Öffentlichkeit diskutieren", sagte Klingbeil. Er forderte von der Union Vertraulichkeit der Gespräche: "Vorschläge, von denen ich öffentlich aus der Zeitung erfahre, die sind automatisch vom Tisch."
Ebenso kritisch sieht Klingbeil eine parlamentarische Anfrage der Unionsfraktion zur Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen. Der Antrag sei "ein Foulspiel" und stelle Organisationen, die sich für Demokratie einsetzten, "an den Pranger", sagte er. "Die Union sollte nochmal sehr schnell in sich gehen, ob sie daran festhält."
Am Dienstag hatte sich Merz im Kanzleramt mit Kanzler Olaf Scholz getroffen, um über den anstehenden Regierungswechsel zu beraten. Wann genau die Sondierungsgespräche beginnen, steht noch nicht fest. Klingbeils Co-Parteichefin Saskia Esken möchte jedenfalls daran teilnehmen. "Es ist vollkommen klar, dass die Parteivorsitzende in so einer Sondierungsrunde - und eine Sondierungsgruppe ist ja klein - eine führende Rolle spielt, selbstverständlich", sagte sie bei RTL und ntv.
T.Sanchez--AT