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Verhandlungskreise: Gespräche über Waffenruhe im Gazastreifen gehen in "letzte Runde"
Die Gespräche über eine Waffenruhe im Gazastreifen befinden sich laut Angaben aus Verhandlungskreisen unmittelbar vor einem Abschluss. Es werde erwartet, dass am Dienstag in Doha "eine letzte Gesprächsrunde stattfindet", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einer mit den Verhandlungen vertrauten Quelle. Demnach sollen bei dem Treffen "die verbleibenden Details des Abkommens" besprochen werden.
Den Angaben zufolge werden die Leiter der israelischen Geheimdienste, die Nahost-Beauftragten sowohl der neuen als auch der scheidenden US-Regierung sowie der Regierungschef von Katar zu den Gesprächen erwartet. Mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas würden "separate Gespräche" geführt.
Die US-Regierung hatte bereits am Montag erklärt, dass die Vereinbarung über eine Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen unmittelbar bevorstehe. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte vor Journalisten, eine Einigung könne "noch in dieser Woche" zustande kommen.
Auf dem Tisch liegt nach Angaben aus Verhandlungskreisen ein Vorschlag, demzufolge in einem ersten Schritt mehr als 30 israelische Geiseln gegen hunderte in Israel inhaftierte Palästinenser ausgetauscht werden sollen.
Seit Monaten versuchen die USA, Katar und Ägypten, eine Vereinbarung in dem seit rund 15 Monaten andauernden Krieg zwischen der Hamas und Israel zu erreichen. Anfang Januar waren die Gespräche in der katarischen Hauptstadt wieder aufgenommen worden.
Ausgelöst worden war der Krieg durch den beispiellosen Großangriff der Hamas und mit ihr verbündeter Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei wurden israelischen Angaben zufolge 1210 Menschen getötet und 251 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 94 Geiseln sollen sich nach wie vor im Gazastreifen befinden, 34 von ihnen sind laut der israelischen Armee bereits tot.
Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde, die nicht unabhängig überprüft werden können, bislang mehr als 46.500 Menschen getötet.
O.Brown--AT