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Ukraine und Russland melden Abwehr dutzender Drohnenangriffe
Russland und die Ukraine haben eigenen Angaben zufolge am Samstag dutzende Drohnen der jeweils anderen Seite abgewehrt. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe die Ukraine mit 28 Drohnen angegriffen, von denen 24 zerstört worden seien. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Streitkräfte hätten über Nacht 47 ukrainische Drohnen abgeschossen. Derweil war das seit sechs Tagen lodernde Feuer in einer von der Ukraine angegriffenen Öl-Anlage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim laut einem Medienbericht unter Kontrolle.
Den ukrainischen Angaben zufolge galten die russischen Angriffe den Regionen Sumy, Poltawa, Dnipropetrowsk, Mikolajew und Cherson. In der südukrainischen Region Saporischschja wurden bei russischen Angriffen nach örtlichen Behördenangaben mindestens vier Menschen verletzt.
Vom ukrainischen Generalstab hieß es unterdessen, Kiews Streitkräfte hätten in der Nacht ein Öllager in der von Russland besetzten Region Luhansk getroffen und in Brand gesetzt. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine Anlage, die unter anderem den Kreml beliefert.
Moskau bestätigte den Angriff zunächst nicht. Kiew nimmt regelmäßig industrielle und militärische russische Anlagen ins Visier.
Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurden 17 ukrainische Drohnen in der südöstlichen Region Krasnodar abgeschossen, 16 über dem Asowschen Meer und zwölf über der Grenzregion Kursk. Örtliche Behörden in Krasnodar teilten mit, drei Häuser seien bei den Angriffen beschädigt und ein Fahrzeug in Brand gesetzt worden. In der Grenzregion Belgorod sei bei einem separaten ukrainischen Drohnenangriff ein Mensch im Dorf Ustinka getötet worden, teilten die dortigen Behörden mit.
Unabhängig davon berichtete die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf russische Rettungskräfte, dass ein seit sechs Tagen lodernder Großbrand im Öl-Terminal der Stadt Feodossja auf der russisch annektierten Krim unter Kontrolle gebracht worden sei. "Es gibt keine Flammen mehr", hieß es am Samstag aus den Reihen der Rettungskräfte gegenüber Ria Nowosti. Demnach waren die Feuerwehrleute dabei, die bei dem Großbrand beschädigten Brennstofftanks "herunterzukühlen".
In den vergangenen Tagen stiegen immer wieder riesige Rauchschwaden aus der Anlage auf, wie auf Videos russischer Medien zu sehen war. Die russischen Behörden äußerten sich zwar nicht zur Ursache des Brandes, dementierten aber auch nicht die ukrainische Erklärung, wonach Kiew das Öl-Terminal mit Raketen angegriffen habe. Feodossjas Bürgermeister hatte von mehr als 1100 Evakuierten seit Anfang der Woche gesprochen.
Die Ukraine hatte das Öl-Terminal am Montag angegriffen. Die ukrainische Armee hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf russische Öl- und Gasanlagen verstärkt und damit Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Kiew bezeichnet die Angriffe als "gerechte" Vergeltung für russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur, in deren Folge Millionen von Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten sind.
A.Ruiz--AT