-
Frankreichs Nationalversammlung verabschiedet Missbrauchsgesetz
-
Deutschland für drei Jahre in UN-Menschenrechtsrat gewählt
-
Lobeshymne auf den Präsidenten: Trump-Sprecherin Zacharia absolviert ersten Auftritt
-
Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht
-
Nach Bas-Rücktritt: Mahnende Worte Steinmeiers bei Ernennung von Nachfolger Schweitzer
-
Proteste in Frankreich: Erneut mehr als hunderttausend Schüler und Studenten auf der Straße
-
Vier Festnahmen in Deutschland nach Brand in Starlink-Station in Polen
-
Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung
-
MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern
-
Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier
-
Heimliche Aufnahmen: EU-Datenschutzbehörde warnt vor Smart Glasses
-
Erbschaftsteuer auf Prüfstand: Karlsruhe verhandelt zu Firmenerben und Freibeträgen
-
Trump fordert US-Botschafterin in Griechenland zum Rückzug auf
-
Jemen: Huthis melden saudiarabische Angriffe auf Ölanlage nahe Sanaa
-
Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht
-
Mögliche Steuer auf KI-Umsätze: Wildberger will zunächst Vorfahrt für Wachstum
-
Schweitzer verspricht rasches Rentengesetz - Merz dringt auf "große Reform"
-
Flugbetrieb an Nürnberger Flughafen zweimal binnen weniger Stunden unterbrochen
-
Deutschland und Großbritannien fordern schärfere Sanktionen gegen Russland
-
Bei Wahl von AfD-Ministerpräsident: CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt verlässt Saal
-
Elf Vermisste nach erneutem Angriff auf Schiffe vor Bulgariens Küste
-
Medien wie AFP und "New York Times" treten Bündnis für Ansprüche gegen KI-Dienste bei
-
Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe
-
SPD sucht nach Bas-Rücktritt neue Vorsitzende - Klingbeil legt sich nicht fest
-
Waldbrände in Indonesien: Mindestens 300 Häuser auf Sumatra zerstört
-
Mann in Bayern stirbt durch umstürzenden Traktor
-
Stromausfall führt Ermittler in Rheinland-Pfalz zu großer Cannabisplantage
-
Schülerproteste in Frankreich: Landesweit zahlreiche Demonstrationen
-
Gericht: Verbot von Brandenburger AfD-Wahlspot war rechtens
-
Trotz Knöchelverletzung: Zverev im Viertelfinale von Shanghai
-
Schweitzer will sich "mit aller Kraft" für Rentenreform einsetzen
-
Justizmitarbeiter beleidigt: 3000 Euro Geldstrafe für Maddie-Verdächtigen Christian B.
-
Spanisches Königspaar besucht Exklave Ceuta in Nordafrika
-
Astronautin Adenot: Für Reisen zum Mars ist es noch zu früh
-
BVB in Norwegen ohne Schlotterbeck
-
EU importiert weiter Gas aus Russland - nennt aber geringere Zahlen als Moskau
-
Privilegien für Unternehmenserben: Bundesverfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer
-
Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz
-
Flugzeug nach "mutmaßlicher Luftnotlage" in Nürnberg sicher gelandet
-
Papst Leo XIV. in Krankenhaus eingetroffen: Operation an der Lunge am Nachmittag
-
Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine und betont Geschlossenheit der Europäer
-
Schmuggel von viereinhalb Tonnen Kokain: Bundesgerichtshof verwirft Revisionen
-
Schwedens Wahlsiegerin Andersson scheitert erneut mit Regierungsbildung
-
Beiß-Attacke in Flugzeug: US-Schauspielerin Selma Blair festgenommen
-
Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht
-
Frankreichs Nationaversammlung stimmt über Missbrauchsgesetz ab
-
"Mutmaßliche Luftnotlage": Flugbetrieb an Nürnberger Flughafen eingestellt
-
Unterbringung in Psychiatrie wegen Tötung in Gemeinschaftsunterkunft in Hessen
-
Beauftragte Ataman: Wechseljahre müssen raus aus der Tabuzone
-
IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken
Wagenknecht wirft AfD in TV-Duell mit Weidel fehlende Abgrenzung zu Höcke vor
Die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat der AfD und ihrer Co-Chefin Alice Weidel bei einem gemeinsamen Auftritt in einer TV-Sendung eine unzureichende Abgrenzung zum umstrittenen thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke vorgeworfen. Der Rechtsaußen-Flügel der AfD unter Höcke sei in den vergangenen Jahren "immer stärker und immer mächtiger geworden", sagte Wagenknecht am Mittwochabend im Sender "Welt". Sie fügte in Richtung Weidel hinzu: "Ich halte für ein Problem, dass Sie irgendwann aufgehört haben, diese Leute zu bekämpfen, sondern sich mit ihnen arrangiert haben."
"Das Problem ist, dass die Höckes inzwischen Ihre Partei dominieren", sagte Wagenknecht. Mit Blick auf mögliche gemeinsame Regierungskoalitionen in Ländern und im Bund zeigte sie sich daher skeptisch. "Ich will nicht, dass ein solcher Mann in diesem Land Macht bekommt", sagte Wagenknecht. "Ich schließe eine Koalition mit Leuten, die im Neonazi-Sumpf verankert sind, natürlich aus." Eine solche Koalition wäre für Deutschland "nicht ein Gewinn, sondern eine Bedrohung".
Die designierte AfD-Kanzlerkandidatin Weidel wies die Vorhaltungen zurück, sprach aber nicht über Höcke, sondern machte wiederum Wagenknecht Vorwürfe wegen ihrer politischen Vergangenheit. Diese sei zunächst in der SED, später in der PDS, der Linkspartei und nun im BSW aktiv. Wagenknecht habe kommunistische Thesen vertreten und den Stalinismus verherrlicht.
Dem BSW hielt Weidel vor, sich nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland den etablierten Parteien anzunähern. "Die Menschen in diesem Land wollen einen politischen Wandel haben. Der kann aber nicht vonstatten gehen, weil das BSW als Steigbügelhalter fungiert", sagte Weidel. Sie fügte in Richtung Wagenknecht hinzu: "Mit Ihnen wird kein politischer Wandel möglich sein."
Nach den Wahlerfolgen für AfD und BSW im Thüringen, Sachsen und Brandenburg und ein Jahr vor der Bundestagswahl wird in beiden Parteien über mögliche Machtoptionen diskutiert. Der AfD fehlen aber trotz hoher Umfragewerte nach jetzigem Stand die potenziellen Regierungspartner. Alle anderen Parteien schlossen Koalitionen mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei aus. Weidel hatte die sogenannte Brandmauer wiederholt als undemokratisch bezeichnet.
Die beiden Parteichefinnen stritten am Mittwoch neben möglichen Koalitionsoptionen auch über konkrete Politikfelder. Wagenknecht warf Weidel und der AfD etwa vor, in der Migrationspolitik Ressentiments zu schüren. "Die Art und Weise, wie in Ihrer Partei darüber diskutiert wird, wo von millionenfacher Remigration gesprochen wird - da wird mir übel", sagte die BSW-Chefin. "Ich finde es unverantwortlich, Menschen, die hier in Deutschland angekommen sind, jetzt Angst zu machen, dass sie irgendwann abgeschoben werden."
Weidel wies den Vorwurf, Ressentiments zu schüren, zurück. Bei der Migration müsse aber wieder die Rechtsstaatlichkeit gelten. Das bedeute, dass etwa auch Syrer, die in den vergangenen Jahren eingewandert seien, "irgendwann wieder zurück" müssen. Deutschland müsse dagegen für qualifizierte Fachkräfte attraktiver werden.
Streit zwischen beiden Politikerinnen gab es zudem bei der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Weidel mahnte die Einhaltung der Schuldenbremse an, lehnte eine höhere Erbschaftssteuer ab und sprach sich "gegen jegliche Staatsintervention und planwirtschaftliche Elemente" aus. Wagenknecht plädierte dagegen für staatliche Kreditaufnahmen. Damit solle etwa die marode Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur saniert werden, die "seit vielen Jahren auf Verschleiß gefahren" werde.
Weitgehender Konsens herrschte zwischen Weidel und Wagenknecht in der Ukraine-Politik. Beide sprachen sich erneut gegen Waffenlieferungen an das Land aus und forderten Friedensverhandlungen unter Einbeziehung Russlands. "Vieles, was Sie zur Ukraine gesagt haben, unterschreibe ich", sagte Wagenknecht in Richtung Weidel - die warf ihrer Mitdiskutantin aber vor, auf diesem Feld "AfD-Positionen" zu vertreten.
Ch.P.Lewis--AT