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US-Präsident Biden warnt vor "allgemeinem Krieg" in Nahost
Angesichts der militärischen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon hat US-Präsident Joe Biden vor einem "allgemeinen Krieg" im Nahen Osten gewarnt. "Ein allgemeiner Krieg ist möglich", sagte Biden am Mittwoch dem US-Sender ABC. Zugleich bestehe nach wie vor "die Möglichkeit, zu einem Abkommen zu gelangen, das tiefgreifend die ganze Region verändern kann".
Der Abschluss eines Waffenstillstandes im Libanon würde es aus seiner Sicht ermöglichen, sich mit dem Westjordanland zu befassen, sagte Biden weiter. Zugleich sei es erforderlich, sich um die Lage im Gazastreifen zu kümmern. Er und seine Mitarbeiter setzten "alle Energie" daran, zu einer Lösung in dem Konflikt zu kommen.
Ferner appellierte Biden an den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, seinen Widerstand gegen die Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates aufzugeben. "Ich stimme nicht mit seiner (Netanjahus) Position überein", sagte der US-Präsident. "Es muss eine Zweistaatenlösung geben."
Biden wollte am Nachmittag in New York mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammentreffen, um über die Lage im Nahen Osten zu beraten. Auf Antrag Frankreichs befasst sich am Mittwochabend auch der UN-Sicherheitsrat mit der eskalierenden Lage im Libanon.
Nach dem Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober, der den Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte, hatte sich auch der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon verschärft.
Zu Beginn der Woche startete die israelische Armee den seit Beginn des Gaza-Krieges größten Militäreinsatz gegen die Hisbollah. Am Mittwoch wies Armeechef Herzi Halevi seine Soldaten an, sich für eine Bodenoffensive bereit zu halten.
M.White--AT