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Harris erhält Unterstützung von wichtigen demokratischen Spendern
Nach der Unterstützung einflussreicher Parteimitglieder haben sich auch wichtige Spender der Demokraten hinter US-Vizepräsidentin Kamala Harris als Kandidatin für die Präsidentschaftswahl versammelt. Er unterstütze die Kandidatur der 59-Jährigen, sagte der Gründer des Investmentbank Evercore, Roger Altman, am Montag im Sender CNBC. Auch weitere finanzstarke Unternehmer und Philanthropen erklärten ihre Unterstützung.
"Die Stimmung an der demokratischen Basis hat sich von entmutigt zu begeistert gewandelt", sagte Altman. Er erwarte, dass die Wahlkampfkassen der Vizepräsidentin sehr gut gefüllt würden.
Unterstützung kam auch vom Chef der Open Society Foundation, Alex Soros. Der Sohn des milliardenschweren Philanthropen George Soros rief dazu auf, sich hinter Harris zu vereinen, um den republikanischen Kandidaten Donald Trump zu schlagen. Die Familie Soros spendete bei vergangenen Wahlen zweistellige Millionenbeträge.
Der Gründer des Online-Netzwerkes LinkedIn schrieb in Onlinemedien: "In unserem Kampf für die Demokratie unterstütze ich Kamala Harris und ihre Kandidatur von ganzem Herzen".
Auch bei weniger finanzstarken Spendern scheinen die Präsidentschaftspläne der Vizepräsidentin gut anzukommen. Harris' Team sammelte seit Sonntag laut eigenen Angaben 49,6 Millionen Dollar (45,6 Millionen Euro) an Wahlkampfhilfen von kleineren Spendern. Die Organisation Actblue, die Bürgerspenden für die Demokraten sammelt, teilte mit, der Sonntag sei der bisher "größte Spendentag" im diesjährigen Wahlkampf gewesen.
US-Präsident Joe Biden hatte am Sonntag erklärt, er werde aus gesundheitlichen Gründen auf seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im November verzichten. Der 81-Jährige war nach einem schwachen Aufritt bei einem TV-Duell gegen Trump zunehmend in die Kritik geraten. Er unterstütze nun seine Vizepräsidentin, erklärte Biden. Harris selbst erklärte daraufhin, sie wolle die Nominierung "verdienen und gewinnen".
Die Demokraten bereiten sich nun dreieinhalb Monate vor der US-Präsidentschaftswahl auf ein Nominierungsverfahren im Eiltempo vor. Ernannt wird der Kandidat oder die Kandidatin von den Delegierten des demokratischen Parteitags, der vom 19. bis 22. August in Chicago stattfindet. Grundlage für ihr Votum sind eigentlich die Ergebnisse der Vorwahlen in den US-Bundesstaaten - die Biden haushoch gewonnen hatte. Möglicherweise findet die Abstimmung über den Kandidaten nun schon vor dem Parteitag in digitaler Form statt.
Zu Harris Unterstützern zählen schon jetzt viele einflussreiche Persönlichkeiten der Partei, darunter die ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Auch mehrere Gouverneure, die selbst als mögliche Kandidaten galten, stellten sich hinter die Vizepräsidentin.
An der Festigung ihres Status als Hoffnungsträgerin muss Harris aber noch arbeiten. Ihre Umfragewerte sahen in den Wochen vor Bidens Verzicht nicht sonderlich gut aus. Die "Washington Post" errechnete, dass Harris im Mittelwert 1,5 Prozentpunkte hinter dem Republikaner Trump lag und damit nicht wesentlich besser abschnitt als Biden.
Ch.Campbell--AT