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Israelische Armee: "Zahlreiche" Hamas-Kämpfer im Gazastreifen getötet
Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt und dabei eigenen Angaben zufolge zahlreiche Kämpfer der radikalislamischen Hamas getötet. Unter anderem seien die Städte Gaza und Rafah angegriffen worden, teilte die Armee am Montag mit. Im Bereich Rafah im Süden des Palästinensergebiets sei am Vortag "eine mit Raketenwerfern bewaffnete Terrorzelle in Nahkämpfen eliminiert" worden, auch im Zentrum des Gazastreifens seien "zahlreiche" Hamas-Kämpfer getötet worden.
Den Angaben der Armee zufolge werden die Bodentruppen von israelischen Seestreitkräften im Mittelmeer unterstützt, die ebenfalls "terroristische Ziele" in dem schmalen Küstenstreifen ins Visier nehmen.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Montag von Raketenabwürfen über mehreren Vierteln der Stadt Gaza. Auch ein Gebiet im Norden des Flüchtlingslagers Nuseirat wurde Augenzeugen zufolge angegriffen. Mitglieder des Palästinensischen Roten Halbmonds gaben zudem an, nach einem israelischen Luftangriff auf die Flüchtlingssiedlung al-Maghasi im Zentrum des Gazastreifens fünf Leichen geborgen zu haben. Weiter gab es Berichte über Granatenbeschuss und Hubschrauberangriffe in Chan Junis und Rafah im südlichen Gazastreifen.
Die Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund schwindender Hoffnungen auf eine baldige Feuerpause, nachdem die Hamas am Sonntag ihren Rückzug aus den Verhandlungen erklärt hatte. Begründet hatte die islamistische Palästinenserorganisation ihre Entscheidung mit einem israelischen Angriff, bei dem nach Darstellung der Hamas mehr als 90 Menschen getötet worden waren. Israel hatte erklärt, der Angriff habe zwei hochrangigen Hamas-Anführern und "Drahtziehern" des Überfalls vom 7. Oktober gegolten, darunter Hamas-Militärchef Mohammed Deif.
Die Gespräche beider Kriegsparteien über eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von israelischen Geiseln waren zuvor unter der Vermittlung von Katar und Ägypten und mit Unterstützung der USA geführt worden - bislang jedoch ohne Erfolg.
Der neue britische Außenminister David Lammy bekräftigte bei einem Besuch in Israel seine Forderung nach einer Einstellung der Kämpfe. "Ich hoffe, dass es bald zu einem Waffenstillstand kommt und das Leiden und die unerträglichen Verluste an Menschenleben, die wir jetzt auch im Gazastreifen sehen, gelindert werden", sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog, wie aus einer Erklärung hervorging.
Der Krieg im Gazastreifen war durch einen Großangriff von Kämpfern der Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden. Dabei waren nach israelischen Angaben 1195 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden.
Als Reaktion auf den Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang mehr als 38.660 Menschen getötet.
A.Moore--AT