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Tausende demonstrieren in Jerusalem für Freilassung der Geiseln im Gazastreifen
Auf den Tag genau sechs Monate nach dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel haben in Jerusalem tausende Menschen für ein Abkommen zur Freilassung der im Gazastreifen verbliebenen Geiseln demonstriert. Die Protestierenden versammelten sich am Sonntagabend vor dem israelischen Parlamentsgebäude. Die Knesset befindet sich derzeit wegen des Pessach-Fests in einer Sitzungspause.
Unter den Rednern bei der Demonstration war auch Ofri Bibas, deren einjähriger Neffe Kfir die jüngste noch in der Gewalt der Islamisten befindliche Geisel ist. Sie forderte, das Schicksal der Geiseln "nicht zu vergessen."
Im Morgengrauen des 7. Oktober waren hunderte Kämpfer der Hamas und verbündeter islamistischer Gruppen vom Gazastreifen aus in den Süden Israels eingedrungen. In mehreren Ortschaften und auf einem Musikfestival töteten sie hunderte Menschen auf grausamste Weise. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP ermordeten sie etwa 1170 Menschen, mehr als 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Von ihnen werden noch immer etwa 130 festgehalten, mehr als 30 von ihnen sind mutmaßlich tot.
Als Reaktion auf den Angriff startete Israel einen massiven Militäreinsatz im Gazastreifen, zunächst vor allem im Norden des Gazastreifens, dann in der als Hamas-Hochburg geltenden Stadt Chan Junis. Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei mehr als 33.100 Menschen getötet.
W.Stewart--AT