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AfD-Chef Chrupalla sieht in Affäre um Bystron vorerst keinen Grund zum Handeln
In der Affäre um die angebliche Annahme von Geldern aus Russland erhält der AfD-Abgeordnete und Europawahlkandidat Petr Bystron Rückendeckung von Parteichef Tino Chrupalla. Er sehe aus Sicht der Partei vorerst keinen Grund zum Handeln, sagte Chrupalla der ARD.
"Hier steht Aussage gegen Aussage. Herr Bystron hat sich klar davon distanziert, Geld empfangen zu haben oder entgegengenommen zu haben", sagte der Parteichef laut einer Vorabmeldung vom Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Und von daher traue ich und vertraue ich erstmal auf die Aussage von Petr Bystron." Näheres solle auf der AfD-Bundesvorstandssitzung am Montag gemeinsam erörtert werden.
Chrupalla sagte, die Berichterstattung über den Fall beziehe sich auf "dubiose Quellen, auf Dienste, auf Geheimdienste". Es gebe derzeit keine Beweise oder Belege für ein schuldhaftes Verhalten Bystrons, daher solle er auch weiterhin am Wahlkampf zu den Europawahlen teilnehmen. "Ich sehe aktuell keine Grundlage, ihm von irgendwelchen Wahlkampfauftritten abzuraten", sagte Chrupalla.
Der AfD-Chef ging damit auf Distanz zur Aussage des AfD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Maximilian Krah, der mit Bystron nicht mehr im Wahlkampf auftreten will. Dies sei "eine private Meinung von Herrn Krah", sagte Chrupalla.
Gegen Bystron wurden seitens verschiedener Medien Vorwürfe im Zusammenhang mit dem tschechischen Portal "Voice of Europe" erhoben. Den Berichten zufolge soll er Geld aus einem mit dem Portal zusammenhängenden prorussischen Netzwerk erhalten haben. Bystron weist die Anschuldigungen zurück.
W.Stewart--AT