-
Ehefrau von spanischem Regierungschef Sánchez muss in Korruptionsprozess Pass abgeben
-
Trotz Waffenruhe mit Hisbollah: Zahlreiche Tote bei neuen israelischen Angriffen im Libanon
-
CDU in Bremen bestätigt Landeschef Strohmann in Amt
-
UN-Menschenrechtskommissar Türk kritisiert verschärfte EU-Migrationspolitik
-
Diplomatischer Eklat: Ukrainische Politiker geben polnische Auszeichnungen zurück
-
Mikrozensus: Drei Viertel aller jungen Syrer und Afghanen ohne Ausbildungsabschluss
-
Neue israelische Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe - US-Gesandte in der Schweiz
-
Mit 46: Ronaldinho vor Sensations-Comeback in der Serie C
-
Linke debattiert auf Parteitag über Leitantrag - Wahl neuer Parteispitze geplant
-
Designierter Linken-Chef Pantisano attestiert der CDU "faschistische Politik"
-
Thüringens Innenminister warnt vor Blockade von AfD-Parteitag - Höcke: Protest nutzt AfD
-
Nach Massenprotesten: Boliviens Präsident Rodrigo Paz verhängt Ausnahmezustand
-
Polizei: Sieben Tote bei Bombenanschlag in Pakistan
-
"Der Fall Mette-Marit kann helfen": Lauterbach wirbt für Organspende-Reform
-
Verband: Solaranlagen sparten 20 Milliarden Euro an Energieimporten seit 2020
-
Trotz Waffenruhe: Libanesische Medien melden fünf Tote bei neuen israelischen Angriffen
-
Iran-Verhandlungen: Trumps Sondergesandter Witkoff reist laut US-Medien in die Schweiz
-
US Open: Schmid scheitert am Cut
-
Aus besiegelt: Türkei unterliegt im wilden "Endspiel"
-
Neue Regel greift: Rot für Almiron nach Zuhalten des Mundes
-
Bauministerin Hubertz sieht Berliner Enteignungspläne für Immobilienfirmen kritisch
-
Washington: Blauer Anstrich des von Trump renovierten Wasserbeckens blättert bereits
-
Tänzchen und Tore: Brasilien schlägt Haiti klar
-
Irans Fußballverband übt erneut scharfe Kritik an Fifa wegen Reisebeschränkungen
-
81. Geburtstag unter Hausarrest in Myanmar: UNO fordert Freilassung von Suu Kyi
-
Blitztor Saibari, Buhmann Hakimi: Marokko crasht Schotten-Party
-
Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht Ausbau von Rechenzentren kritisch
-
Washington kritisiert Wirtschaftsreformen auf Kuba als "oberflächlich"
-
Erneute Proteste gegen Kushner-Bauprojekt in Albanien: 27 weitere Strafverfahren
-
"Fliegendes Weißes Haus": Trump enthüllt von Katar geschenkte neue Air Force One
-
Auch ohne Pulisic: USA vorzeitig in K.o.-Phase
-
Diplomatischer Eklat: Polens Präsident entzieht Selenskyj höchste Auszeichnung
-
Bayern vergeben Matchball: Alba erzwingt Spiel fünf
-
Abtasten auf dem Rollfeld: DFB-Team nach Toronto abgeflogen
-
Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken
-
Polens Präsident entzieht Selenskyj höchste Auszeichnung des Landes
-
Linken-Parteitag: Kämpferische Töne gegen Rechts und die Politik der Regierung
-
Bundestagsabgeordnete Cademartori und Mesarosch neue SPD-Chefs in Baden-Württemberg
-
Nach Protesten gegen Kushner-Bauprojekt in Albanien: 27 weitere Strafverfahren
-
Sieg gegen Medwedew: Altmaier folgt Zverev ins Halbfinale
-
O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032
-
Nach Horror-Verletzung: Emotionale Koné-Botschaft
-
Costa Ricas Präsidentin Fernández nach Explosion in Sicherheit gebracht
-
EU-Gipfel offenbart Differenzen bei Haushalt und Verhandlungen mit Russland
-
Reichinnek: Merz will Acht-Stunden-Tag zerstören
-
Macron: Frankreich wird keine Abschiebezentren in Drittländern einrichten
-
Anwalt: In Syrien inhaftierte deutsche Journalistin nach Deutschland zurückgekehrt
-
Pogacar zurückhaltend: Teamkollege Narváez gewinnt dritte Etappe
-
Medikamentenpreise: Merz fordert von den USA Einhaltung von Zollvereinbarung
-
Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas
UNHCR-Sprecher: Nie dagewesene Flüchtlingssituation in Ukraine-Nachbarländern
Der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Deutschland, Chris Melzer, sieht in der großen Zahl von Flüchtlingen aus der Ukraine eine nie dagewesene Situation. Binnen einer Woche seit Kriegsbeginn seien mehr als eine Million Flüchtlinge registriert worden - "das haben wir so noch nicht gehabt nach 1945", sagte er am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. Allein am Sonntag seien in Polen rund 100.000 Menschen eingetroffen.
Melzer hält sich derzeit im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet auf. Die Situation beschrieb er als "dramatisch". Viele Neuankömmlinge hätte 50 oder 60 Stunden Autofahrt hinter sich. Allein aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit dem Auto herauszukommen, dauere teils zwölf Stunden. Dann würden die Menschen weiterfahren bis zur Grenze, während die Temperaturen nachts auf minus fünf Grad sinken würden. Viele hätten nur eine Tasche dabei. Die Menschen "versuchen, ihr blankes Leben zu retten".
Wegen der Generalmobilmachung dürfen männliche Staatsbürger der Ukraine das Land derzeit nicht verlassen. Somit kämen Frauen und Kinder an die Grenze "in dem Wissen, dass der Ehemann, dass der Papi zurückgeblieben ist", beschrieb Melzer die Situation.
Körperlich seien die Eintreffenden laut Ärzten vor Ort in recht gutem Zustand. Sie seien lediglich "durchgefroren und müssen dringend was essen". Die psychische Belastung allerdings sei extrem.
"So herzzerreißend es auf der östlichen Seite der Grenze ist, so herzerwärmend ist es auf der westlichen", berichtete Melzer weiter. Die Menschen in Polen zeigten "unglaubliche Solidarität", böten Unterkünfte, brächten Sachspenden zur Grenze. Manche würden den Flüchtlingen anbieten, sie in eine Stadt ihrer Wahl zu fahren, wo die Ukrainer beispielsweise Verwandte hätten.
Sehr viele der eintreffenden Flüchtlinge hätten familiäre Verbindungen in Polen, führte Melzer aus. Daher kämen sie oft "auf eigene Faut" unter. Die staatlich organisierten Erstaufnahmeeinrichtungen seien deswegen trotz der hohen Zahl von Flüchtlingen nicht voll.
Zur weiteren Entwicklung der Zahlen wollte Melzer keine Prognose abgeben. Die hänge vom Verlauf des Krieges ab. Seinem Eindruck nach flaue die erste Welle der Fluchtbewegungen derzeit langsam ab. Melzer betonte, das UNHCR habe keine Anzeichen dafür, dass es an der polnischen Grenze Zurückweisungen gegeben hätte. Die polnischen Behörden würden "jeden" hereinlassen.
Den Menschen, die den Flüchtlinge helfen wollten, riet Melzer in erster Linie zu Geldspenden an das UNHCR oder andere Hilfsorganisationen. Seine Organisation sei "für jeden Cent dankbar". Wer Sachspenden zur Verfügung stellen oder selbst aktiv mithelfen wolle, könne sich beispielsweise an das Rote Kreuz wenden.
T.Wright--AT