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Trump zu historischer Anklageverlesung vor Gericht
Der wegen einer Schweigegeldaffäre angeklagte frühere US-Präsident Donald Trump hat sich zur Anklageverlesung der New Yorker Justiz gestellt. Trump wurde am Dienstag von seinem Wolkenkratzer Trump Tower auf der berühmten Fifth Avenue zu dem zuständigen Strafgericht in Lower Manhattan gefahren. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung durch die Staatsanwaltschaft betrat der 76-jährige Republikaner mit ernster Miene einen Gerichtssaal, wie Live-Aufnahmen zeigten.
Beim sogenannten Arraignment sollten die Anklagepunkte gegen Trump verlesen werden. Der Ex-Präsident wollte nach Angaben seines Anwalts dann auf nicht schuldig plädieren.
Trump schrieb etwa zum Zeitpunkt seiner Ankunft am Gerichtsgebäude auf seiner Onlineplattform Truth Social, die Lage sei "surreal". "Wow, sie werden mich festnehmen. Ich kann nicht glauben, dass das in Amerika passiert."
Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, sagte derweil in Washington, die Anklageverlesung in New York stehe nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit von Biden. Der Präsident werde sicherlich etwas von den Nachrichten mitbekommen, wenn er dafür Zeit habe, "aber das steht für ihn nicht im Mittelpunkt".
Trump war am vergangenen Donnerstag wegen einer Schweigegeldzahlung von 130.000 Dollar (rund 120.000 Euro) an die Pornodarstellerin Stormy Daniels vor der Präsidentschaftswahl 2016 angeklagt worden. Er ist damit der erste frühere US-Präsident, der sich einem Strafverfahren stellen muss.
Der Rechtspopulist, der bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut antreten will, hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er bezeichnet die Ermittlungen gegen ihn als politisch motivierte "Hexenjagd".
Trump will noch am Dienstag zu seiner Privatresidenz Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida zurückfliegen und dort am Abend (Ortszeit) eine Rede halten. Er könnte sich auch in New York an die Presse wenden. Manhattans leitender Oberstaatsanwalt Alvin Bragg wollte am Nachmittag in New York eine Pressekonferenz geben.
T.Sanchez--AT