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Kommunen mit 2,6 Milliarden Euro Haushaltsüberschuss im vergangenen Jahr
Die deutschen Kommunen haben in ihren Haushalten trotz steigender Ausgaben im vergangenen Jahr ein deutliches Plus verzeichnet. Der Überschuss belief sich 2022 auf 2,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Dabei standen erneut stark wachsende Personal- und Sachausgaben höheren Steuereinnahmen gegenüber. Im Vorjahr hatte der Überschuss noch 4,6 Milliarden Euro betragen.
Die Kommunen nahmen 2022 insgesamt 328,4 Milliarden Euro ein - und damit 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das lag laut den Wiesbadener Statistikern vor allem an höheren Steuereinnahmen der Kommunen. Diese stiegen um 7,1 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro.
Wichtiger Faktor waren demnach angewachsene Einnahmen aus der Gewerbesteuer - sie stiegen um fast 14 Prozent auf 57,7 Milliarden Euro. Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer - dieser sank um 9,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro.
Die Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände erhöhten sich ebenfalls, jedoch weniger als die Einnahmen. Die Statistik verzeichnete einen Zuwachs um 7,4 Prozent auf 325,8 Milliarden Euro. Dabei stiegen die Ausgaben für soziale Leistungen um fünf Prozent auf 68 Milliarden Euro. Die Zahlungen für Asylbewerberleistungen erhöhten sich dabei um 61,2 Prozent auf vier Milliarden Euro.
Die Ausgaben für Personal und Sachaufwand waren jedoch höher. Für Personal gaben die Kommunen 86 Milliarden Euro aus und damit 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies lag demnach vor allem an wachenden Neueinstellung bei der Kinderbetreuung. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand erhöhten sich um 8,2 Prozent auf 74,4 Milliarden Euro.
D.Johnson--AT