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Montenegro entscheidet in Stichwahl über neuen Präsidenten
In Montenegro wird am Sonntag in einer Stichwahl ein neuer Präsident gewählt. In der ersten Runde vor zwei Wochen hatte Amtsinhaber Milo Djukanovic 35 Prozent der Stimmen erzielt. Sein Herausforderer, der 36-jährige Ex-Wirtschaftsminister Jakov Milatovic von der Bewegung Europa Jetzt, gelangte mit 29 Prozent auf den zweiten Platz. Beide Politiker sind pro-westlich, Milatovic plädiert aber auch für enge Beziehungen zum Nachbarland Serbien.
Die meisten Politologen sagen einen Sieg für Milatovic voraus: Sie gehen davon aus, dass der pro-europäische Ökonom viele Wähler anspricht, die nach einem Wechsel an der Spitze des Landes dürsten. Der Präsident übt zwar eine weitgehend repräsentative Funktion aus, doch der 61-jährige Djukanovic und seine Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) dominieren Montenegros Politik bereits seit Jahrzehnten. Ein Sieg des 36-jährigen Herausforderers würde somit die politische Landschaft des Balkanstaats auf den Kopf stellen.
P.A.Mendoza--AT