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Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate ernennt Sohn zum Kronprinzen
Mit der Ernennung seines ältesten Sohnes zum Kronprinzen der ölreichen Golfmonarchie Abu Dhabi hat der Herrscher Abu Dhabis und Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Führungsanspruch seiner Familiendynastie untermauert. Laut einer am Mittwochabend von Staatsmedien verbreiteten Erklärung ernannte Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahja seinen Sohn Scheich Chaled bin Mohammed bin Sajed am Mittwoch per Dekret zu seinem Nachfolger.
Der langjährige De-Facto-Herrscher Mohammed bin Sajed war im vergangenen Jahr nach dem Tod seines Halbbruders zum Präsidenten der sieben Emirate gewählt worden. Seitdem hatte es immer wieder Spekulationen um seine Nachfolge gegeben. Sowohl der 41-jährige Chaled als auch ein Bruder des Herrschers galten als aussichtsreichste Kandidaten.
Die VAE sind einer der größten Ölproduzenten der Welt. Sie pflegen sowohl mit den USA als auch mit Russland und China enge Beziehungen. Die Ernennung von Scheich Chaled wurde von den Herrschern umliegender Goldstaaten begrüßt, darunter Saudi-Arabien und Katar sowie den anderen sechs Emiraten.
Der Experte Bader Al-Saif von der Universität Kuweit sieht in dem Schritt Mohammed bin Sajeds eine "Konsolidierung der Macht". Die Regelung sorge für "mehr Stabilität und reibungslosere Nachfolgen", erklärte er im Onlinedienst Twitter. Zudem folge die Ernennung des Sohnes und nicht eines Bruders zum Kronprinzen dem "linearen Modell, das anderswo im Golf zu sehen" sei.
Scheich Chaled sitzt bereits im Exekutivrat von Abu Dhabi sowie im Vorstand der nationalen Ölgesellschaft ADNOC. Als begeisterter Jiu-Jitsu-Sportler engagierte er sich sich auch für andere Sportereignisse in Abu Dhabi, unter anderem half er dabei, NBA-Basketballspiele in den Golfstaat zu holen.
Der neue Kronprinz sei "auf diesen Job vorbereitet" worden, sagte der Politikwissenschaftler Abdul Chalek Abdallah der Nachrichtenagentur AFP. "Jeder, der ihn über die Jahre genau beobachtet hat, weiß, dass er dafür bereit und fit für den Job ist."
F.Ramirez--AT