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Macron ruft angesichts des Klimawandels landesweit zum Wassersparen auf
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der monatelangen Dürre in Frankreich landesweit zum Wassersparen aufgerufen. "Wegen des Klimawandels werden wir bis 2050 etwa 30 bis 40 Prozent weniger Wasser zur Verfügung haben als heute. Deswegen müssen wir uns langfristig auf das Wassersparen einstellen", sagte Macron, der am Donnerstag in Savines-le-Lac in den französischen Alpen einen nationalen Wasserplan vorstellte.
Alle Sektoren sollen einen Plan vorlegen, um bis 2030 zehn Prozent weniger Wasser zu verbrauchen. Zudem sollen bis dahin zehn Prozent des aufbereiteten Wassers wieder genutzt werden. Derzeit wird in Frankreich nur ein Prozent des so genannten Grauwassers wieder verwendet, in Spanien sind es 15 Prozent. Parallel dazu sollen die Vorschriften vereinfacht werden, um die Nutzung von Regenwasser zu fördern.
Die Wasserpreise sollen künftig gestaffelt werden, so dass ein allzu großer Verbrauch teuer wird. "Das bedeutet nicht, dass das Wasser teuer wird", sagte Macron. Höhere Preise seien lediglich für "Komfortverbrauch" vorgesehen, betonte er, ohne Beispiele zu nennen.
Auch die französischen Atomkraftwerke sollen künftig weniger Wasser verbrauchen. "Wir müssen unsere Atomkraftwerke an den Klimawandel anpassen", sagte Macron. Künftige Investitionen sollen ermöglichen, "verstärkt mit geschlossenen Kreisläufen zu funktionieren", sagte Macron. Im vergangenen Sommer waren mehrere Atomkraftwerke gedrosselt worden, weil das Kühlwasser die Flüsse mit niedrigem Wasserstand zu sehr aufzuheizen drohte.
Laut Macron wird gut die Hälfte des aus der Natur entnommenen Wassers in Frankreich für die Stromproduktion genutzt. Das Umweltministerium hatte am Vorabend neue Zahlen vorgelegt, nach denen die Atomkraftwerke drei Mal weniger Wasser verbrauchen als bisher angenommen. Demnach machen die Atomkraftwerke nur noch zwölf Prozent statt wie bisher angenommen 31 Prozent am Gesamtverbrauch des Wassers aus.
Macron kündigte massive Finanzhilfen an, um einen effizienteren Wasserverbrauch durchzusetzen. Etwa 180 Millionen Euro sollen jährlich zur Verfügung stehen, um beschädigte Leitungen zu reparieren. Derzeit gehen etwa 20 Prozent des Wassers durch Wasserleitungen verloren, in manchen Regionen sogar bis zur Hälfte des Wassers.
S.Jackson--AT