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Frankreichs Regierungssprecher verurteilt Gewalt bei Demo gegen Wasserprojekt
Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen bei Protesten gegen ein ökologisch bedenkliches Wasserprojekt hat Frankreichs Regierungssprecher Olivier Véran die Gewalt verurteilt. "Ich verurteile alle Formen von Gewalt, von welcher Seite auch immer", sagte Véran am Montag dem Sender RTL. Er sprach den Angehörigen eines lebensgefährlich verletzten Demonstranten sein Mitgefühl aus.
Es seien Hunderte von Demonstranten aus dem Ausland angereist, "die gekommen waren, um zu randalieren", sagte Véran. "Es gab viele friedliche Demonstranten, aber es gab auch welche, die mit Äxten und Benzinkanistern gekommen waren", betonte er.
Diese Menschen interessierten sich nicht für die Argumente der Umweltschützer, sondern sie seien dort, "um sich zu prügeln und den Staat anzugreifen", betonte er. Aus diesem Grund seien auch mehrere Tausend Sicherheitskräfte im Einsatz gewesen.
An den Protesten gegen den geplanten Bau von Wasserspeichern, für die das ohnehin schon knappe Grundwasser abgepumpt werden soll, hatten trotz eines Versammlungsverbots nach Behördenangaben etwa 6000 Menschen teilgenommen. Die Organisatoren sprachen von bis zu 30.000 Teilnehmern.
Während ein Großteil der Protestteilnehmer friedlich blieb, bewarfen einige von ihnen die Polizei unter anderem mit Feuerwerkskörpern und Molotow-Cocktails. Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Insgesamt feuerten sie laut Innenministerium mehr als 4000 Tränengas- und Schockgranaten ab.
Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 50 Menschen verletzt, unter ihnen 47 Sicherheitskräfte. Die Organisatoren sprachen von 200 verletzten Demonstranten. Die Menschenrechtsliga prangerte einen "unverhältnismäßigen Gewalteinsatz" seitens der Sicherheitskräfte an.
Umweltschützer protestieren gegen den Bau der sogenannten Riesenbecken, die für das Wässern von Feldern genutzt werden sollen. Frankreich hatte sowohl im vergangenen Sommer als auch im jüngsten Winter schlimme Trockenperioden erlebt.
H.Thompson--AT