-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
-
Sachsen-Anhalts CDU ringt um Konsequenzen aus einem umstrittenen Papier
-
Niko Ilicevic stellt mit 16 Jahren den Bundesliga-Altersrekord ein
-
Der Berliner Gendarmenmarkt erzählt von französischer Einwanderung und Wandel
-
Kapstadts Konflikt mit Pavianen verschärft sich in wohlhabenden Vororten
-
NFL-Katastrophenangst: Helikopter fliegt direkt in Feuerwerk
-
Deutschland sucht beim Digitalgipfel nach eigenen Stärken in der KI
-
Geplante Verschärfung des Sexualstrafrechts zielt auf heimliche Aufnahmen
-
Pflegeversicherung steht trotz angekündigter Reform weiter unter Finanzdruck
-
Digitales Zeitungsabo für Unternehmen: Vorteile und Buchung von Abendblatt PLUS
-
Trump-Wähler in New York ziehen vor den Midterms eine neue Bilanz
-
ADHS erhöht Risiko für leichte kognitive Störungen im Alter
-
Rauch aus Indonesien belastet erneut Luft und Klima in Südostasien
-
Deutsche U23-Boxmeisterschaft startet in Frankfurt
-
Debatte nach Ausschreitungen richtet sich erneut gegen ein „migrantisches Milieu“
-
Stress bei jungen Menschen: Soziale Isolation als häufige Reaktion
-
Microsoft Purview und Securiti AI: Automatisierter Schutz sensibler Daten
-
Ermittler untersuchen steilen Absturz eines Learjet 60 in Florida
-
Verlosung: Tickets für Mendelssohn-Konzert, 80er-Party und Bonaparte gewinnen
-
Sean Combs soll früher als bislang erwartet aus der Haft entlassen werden
-
Jochen Seitz fordert Auflösung der Regionalliga Bayern
-
Unfall in Schwenningen endet mit einem Audi auf einem zweiten Wagen
-
Neue Ausstellung im Naturkundemuseum Leipzig: Archäologischer Krimi um Brandspuren
-
Funkaufnahmen dokumentieren die letzten Minuten des abgestürzten Learjets
-
Erdnüsse senken Cholesterin leicht und fördern keine Gewichtszunahme
-
Ukraine, Russland und USA planen zweitägige Gespräche in Abu Dhabi
-
Webcast zur Virtualisierung: VMware, Proxmox und Cloud-native Strategien
-
Hertha BSC bereitet sich auf Wolfsburg vor: Fabian Reese kehrt zurück
-
Mutter entdeckt Nähnadel in verpacktem Halloween-Bonbon
-
CDU-Kreisvorsitzende Schrade kritisiert Parteiführung in Ronzheimer-Podcast
-
STUTS dokumentiert seit 50 Jahren soziale Realität in Berlin
-
Technikfolgenforscher warnt vor digitaler Abhängigkeit und Konzernmacht
-
Kreatinin-basierte eGFR unterschätzt Nierenfunktionsstörungen bei Krebspatienten
-
Kreuzfahrtschiff MV Odyssey wird zum Symbol für Luxus und Ungleichheit
-
Der extreme Reichtum einer kleinen Minderheit wächst weiter
-
BGH bestätigt Rechtsweggarantie: Usmanow darf EU-Rat wegen Verleumdung verklagen
-
Deutschlands Wirtschaft verliert weiter an Gewicht und Einfluss
-
Staatsbesuch Selenskyjs in Berlin: Massive Verkehrseinschränkungen und Sperrungen
Baerbock und Faeser sagen 50 Millionen Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zu
Bei ihrem Besuch im türkischen Erdbebengebiet haben Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zusätzliche Hilfen für die Katastrophenopfer in der Türkei und Syrien in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zugesagt. Die Bundesregierung wolle damit "deutlich machen, dass wir als Weltgemeinschaft diese Katastrophe sehen und den Menschen beistehen", sagte Baerbock am Dienstag in der südtürkischen Ortschaft Pazarcik.
Deutschlands Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien steigt demnach auf 108 Millionen Euro. Die Hilfsgelder würden "insbesondere für Zelte, für medizinische Hilfe, für Nahrungsmittel" verwendet, sagte Baerbock. Demnach gehen von den neu zugesagten Hilfen 33 Millionen Euro an die Türkei. Die übrigen 17 Millionen seien für den Norden Syriens gedacht, "damit wir über die Vereinten Nationen und Helfer vor Ort auch dort die Menschen erreichen können".
Die Ministerinnen trafen am Dienstag kurz nach erneuten schweren Beben in der Region in Gaziantep ein, um persönlich mit Betroffenen und Helfern zu sprechen. Baerbock versicherte, die Bundesregierung werde in ihrer Unterstützung auch dann nicht nachlassen, "wenn die Katastrophe und ihre Folgen in den Nachrichten von anderen Schlagzeilen verdrängt werden".
Baerbock nannte vorab das Ausmaß der Katastrophe mit fast 45.000 Toten in der Türkei und Syrien "schier unfassbar und extrem bedrückend". Bei ihrem Besuch in der türkischen Erdbebenregion nahe Syrien wollten Faeser und sie in Erfahrung bringen, wie Deutschland seinen "Teil dazu beitragen" könne, den Menschen "wieder eine Perspektive zu geben".
Faeser fügte hinzu: "Es zerreißt uns allen das Herz zu sehen, welch unfassbare Verwüstung und welch unendliches Leid dieses Erdbeben in der Türkei und in Syrien verursacht hat."
Während noch nicht alle Opfer der Katastrophe vom 6. Februar geborgen sind, erschütterten am Montagabend zwei weitere schwere Erdbeben die türkische Katastrophenregion Hatay und den Norden Syriens. Die Beben der Stärke 6,4 und 5,8 ereigneten sich rund 200 Kilometer südwestlich von Gaziantep.
Dort besichtigten Baerbock und Faeser am Dienstag den für die Abwicklung von Hilfsgütern wichtigen Flughafen der Millionenstadt und übergaben 13 Tonnen Hilfsgüter an den türkischen Katastrophenschutz, darunter Zelte, Feldbetten und Schlafsäcke.
Außerdem sprachen Baerbock und Faeser mit Mitarbeitern mehrerer Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks (THW) sowie des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über die Herausforderungen bei der Abwicklung von Hilfslieferungen.
Danach fuhren die Ministerinnen in die am Epizentrum des Bebens vom 6. Februar gelegene Ortschaft Pazarcik etwa 20 Kilometer östlich von Kahramanmaras. Dort informierten sie sich in einer von türkischen Behörden errichteten Zeltstadt, die laut Katastrophenschutz Afad derzeit rund 1700 Bewohner hat, über die Lage der Betroffenen.
Zum Abschluss des Besuchs der Ministerinnen besuchten die Ministerinnen am Abend in Gaziantep eine durch einen externen Anbieter betriebene Visastelle, in der unter anderem vom Erdbeben betroffene Menschen Anträge auf Kurzzeit-Visa für Deutschland stellen können.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden nach dem Beben bislang 96 Schengen-Visa in einem beschleunigten Verfahren erteilt und 15 Familienzusammenführungen für Erdbebenopfer mit Angehörigen in Deutschland beschlossen.
Die Bundesregierung hatte wenige Tage nach dem Erdbeben angekündigt, Opfern mit Angehörigen in Deutschland die Einreise mit für drei Monate gültigen Visa erheblich zu erleichtern. Zuletzt war jedoch Kritik an den Anforderungen für Antragsteller laut geworden, die für viele Erdbebenopfer kaum erfüllbar seien.
Bei den erneuten Beben am Montag kamen in der Türkei laut Katastrophenschutzbehörde mindestens sechs Menschen ums Leben, fast 300 weitere wurden verletzt. Auf der syrischen Seite wurden nach den erneuten Beben mindestens 150 Verletzte in der Region Aleppo gemeldet. Einige bereits beschädigte Gebäude in der Türkei und in Syrien stürzten ein.
Die EU plant für den 16. März eine Geberkonferenz für die Erdbebengebiete in beiden Ländern.
M.O.Allen--AT