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Baerbock und Faeser zu Besuch in türkisches Erdbebengebiet abgeflogen
Baerbock und Faeser zu Besuch in türkisches Erdbebengebiet abgeflogen / Foto: Zein Al RIFAI - AFP

Baerbock und Faeser zu Besuch in türkisches Erdbebengebiet abgeflogen

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sind am Dienstag zu einem gemeinsamen Besuch in das Erdbebengebiet im Südosten der Türkei abgeflogen. Die Regierungsmaschine mit den Ministerinnen soll in die Stadt Gaziantep fliegen. Baerbock und Faeser planen bei ihrem Besuch unter anderem einen Besuch des für Hilfsgüterlieferungen wichtigen Flughafens in Gaziantep und der besonders stark von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Region um die Stadt Kahramanmaras.

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Nach Angaben des Auswärtigen Amts wollten die Ministerinnen mit ihrem Besuch den Menschen vor Ort ihre "Solidarität und Unterstützung versichern" und sich ein "genaues Bild der Lage" machen.

In Gaziantep planen die Ministerinnen demnach unter anderem die Übergabe von Hilfsgütern des Technischen Hilfswerks (THW) an den türkischen Katastrophenschutz. Zudem sind Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern von im Erdbebengebiet tätigen Hilfsorganisationen geplant.

In der Region Kahramanmaras wollen Baerbock und Faeser den Angaben zufolge in einem Not-Zeltlager für Erdbebenopfer mit Betroffenen sowie Helferinnen und Helfern sprechen. Zum Abschluss ist der Besuch einer wieder eröffneten Visa-Annahmestelle sowie eines neu eingerichteten Visa-Annahmebusses in der Region geplant.

Die Bundesregierung hatte wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben vor zwei Wochen beschlossen, Opfern mit Angehörigen in Deutschland die Einreise mit Kurzzeit-Visa erheblich zu erleichtern. Am Montag kritisierte jedoch die Organisation Seebrücke die aus ihrer Sicht schleppende Vergabe der Visa und unverhältnismäßig komplizierte Voraussetzungen für die Betroffenen.

Alleine in der Türkei kamen infolge des schweren Erdbebens der Stärke 7,8 vom 6. Februar nach offiziellen Angaben mehr als 40.000 Menschen ums Leben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von der "schlimmsten Naturkatastrophe" in Europa seit einem Jahrhundert.

Am Montagabend hatten zwei neue starke Erdbeben die Katastrophenregion Hatay in der Türkei und den Norden Syriens erschüttert, eines der Beben mit der Stärke 6,4. In der Türkei wurden nach Angaben der Regierung mindestens drei Menschen getötet und über 200 verletzt. Auf der syrischen Seite wurden über 130 Verletzte gezählt, einige bereits beschädigte Gebäude stürzten ein.

R.Lee--AT