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Union baut Vorsprung im neuen ZDF-"Politbarometer" deutlich aus
Die Union hat ihren Vorsprung vor den anderen Parteien im aktuellen ZDF-"Politbarometer" deutlich ausgebaut. Wenn am nächsten Sonntag ein neuer Bundestag gewählt werden würde, kämen CDU und CSU auf 30 Prozent, wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. Das waren drei Prozentpunkte mehr als in der vorherigen Umfrage und der beste Wert im ZDF-"Politbarometer" seit etwa eineinhalb Jahren.
Die SPD von Bundeskanzler Olaf Scholz könnte demnach mit 20 Prozent rechnen - ein Prozentpunkt weniger als im "Politbarometer" vom Januar. Die Grünen wurden unverändert bei 19 Prozent gesehen. Die FDP und die Linke kommen auf jeweils fünf Prozent, die AFD liegt bei 14 Prozent. Alle drei Parteien büßen im Vergleich zur vorigen Umfrage einen Prozentpunkt ein.
Möglich wären bei diesen Mehrheitsverhältnissen derzeit nur Koalitionen unter Führung der Union. So würde es für Bündnisse zwischen Union und SPD sowie zwischen Union und Grünen reichen. Keine Mehrheit hätte dagegen die derzeit regierende Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Auch für ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken würde es nicht reichen.
In der Rangliste der beliebtesten Politikerinnen und Politiker setzt sich auf Anhieb der neue Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf Platz eins. Pistorius wird auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 mit einem Durchschnittswert von 1,6 eingestuft und verdrängt den Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) von der Spitze. Dieser liegt laut ZDF mit einem Durchschnittswert von 0,9 auf dem zweiten Rang.
Danach folgen Scholz mit einem Wert von 0,7 sowie Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mit einem Wert von 0,6. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) landet mit einem Wert von minus 0,3 auf dem siebten Platz. Dazwischen liegen gleichauf Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit je 0,1 sowie CDU-Bundeschef Friedrich Merz mit dem Durchschnittswert minus 0,2.
Für das repräsentative "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 14. und 16. Februar 1361 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte per Telefon. Der Fehlerbereich liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.
K.Hill--AT