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Perus Präsidentin will mit Allparteien-Gesprächen das Land aus der Krise führen
Angesichts der andauernden Proteste gegen ihre Regierung hat sich Perus Präsidentin Dina Boluarte für Allparteien-Gespräche ausgesprochen. Mit ihnen könnte das Land womöglich aus der Krise geführt werden, sagte die Staatschefin am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten. Zugleich warnte sie, dass die Demokratie in Peru durch die Proteste "zerbrechlich" geworden sei.
"Wir leben in einer zerbrechlichen Demokratie", sagte Boluarte. "Ich glaube, es ist die zerbrechlichste in Lateinamerika. Aber es ist an den Peruanern, an uns, die Demokratie zu stärken." Ein Weg dafür könnten Allparteien-Gespräche sein. "In der Suche nach Frieden rufe ich öffentlich alle Chefs jeder einzelnen Partei, aber auch die Anführer von sozialen Organisationen oder Gewerkschaften zu einem Treffen auf."
Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung des linksgerichteten Präsidenten Pedro Castillo am 7. Dezember von Unruhen erschüttert. Am Freitag vermeldeten die Behörden ein neues Todesopfer, damit wurden bei den Protesten bereits 49 Menschen getötet. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Castillos Nachfolgerin Boluarte sowie die Auflösung des Parlaments, um unverzüglich Neuwahlen abzuhalten.
D.Lopez--AT